Review: Swiss CSeries in der Business Class

Nach meinem Besuch in der neuen Swiss First Class Lounge in Zürich hatte ich die Möglichkeit mit der neuen Swiss CSeries in der Business Class zurück zu fliegen. In der heutigen Review möchte ich Euch deshalb meine Erfahrungen mit dem neuen Produkt näher bringen. Auf dem Hinweg hatte ich die Möglichkeiten den Airbus A321 zu fliegen. Somit kann man ganz gut den Vergleich zwischen beiden Flugzeugtypen ziehen. Ich möchte anmerken, dass ich auf einer Veranstaltung von der Swiss war. Swiss hat deshalb auch die Flüge übernommen.

Swiss CSeries in der Business Class – Boarding

Das Boarding war leider um eine knappe Stunde verspätet. Allerdings kann die Swiss hierfür nichts. An jenem Tag gab es über halb Europa einen ordentlichen Eisregen und es gab überall Verspätungen. Das Flugzeug kam etwas verspätet an, wurde aber recht schnell gedreht und wieder fertig gemacht. Das Einsteigen begann dann auch mit Business Class und Statusgästen. Anschließend durfte die restliche Kabine einsteigen.

Swiss CSeries in der Business Class – Kabinenlayout

Swiss verbaut in Ihren CSeries eine Zweiklassenbestuhlung. Wobei es eher eine Klasse ist, die Business Class wird per „Zettel“ vom Rest der Kabine abgetrennt. Außerdem wird der Nebensitz geblockt. Die CSeries hat eine Kabine in 2-3 Bestuhlung. Das heißt auf der einen Seite des Ganges befinden sich zwei Plätze, auf der anderen drei. Es gibt 25 Reihen mit insgesamt 125 Sitzplätzen. In der Swiss CSeries in der Business Class wir jeweils der Nebensitz geblockt. Das heißt man hat nie einen direkten Nachbarn. Die Plätze C&E sind dabei immer frei.

Swiss gibt den Sitzabstand mit 30-32 Zoll an. Auf mich hat es jedoch recht großzügig gewirkt.

In der Decke befinden sich über jedem Sitz kleine Monitore. Hier wird die Flugroute sowie weitere Informationen zum Flug angezeigt.

Swiss CSeries in der Business Class – Der Sitz

Wenn man die Kabine betritt, fallen einem sofort die neuen, sehr modernen Sitze auf. Diese sind mit dunkelbraunem Leder bezogen. Zudem verfügen sie über Kopfstützen. Die Sitze sind mit Metall-Zierleisten versehen. Das wirkt hochwertig und modern. Aus dem Vordersitz lässt sich der Tisch ausklappen. Zudem verfügt jeder Sitz über zwei kleine Sitztaschen, sowie einem Staufach für das Onboardmagazin.

Ich habe mich in der ersten Reihe niedergelassen. Hier sind die Sitze ein wenig enger, da sich der Tisch in der festen Armlehne befindet. Der Tisch ist ein wenig wackelig, da er nicht auf der zweiten Armlehne aufliegt. Wer hier ordentlich in die Tasten hauen möchte, muss auf sein Getränk aufpassen.

Zudem lassen sich die Beine nicht unter den Vordersitz strecken. Ich persönlich würde nicht noch einmal in der ersten Reihe sitzen. Klasse ist natürlich die Aussicht. Man schaut hier direkt in das große Triebwerk. Für jeden Flugzeugfan kann das natürlich ein Argument sein.

Der Komfort des Sitzes ist wirklich gut. Das vermutet man am Anfang gar nicht, da die Rückenlehne doch recht dünn ist. Natürlich ist die Business Class doch ein Economy Class Sitz mit geblocktem Nebensitz. Der Komfort wird an eine „echte Business Class“ nicht ran kommen.

Swiss CSeries in der Business Class – Der Service

Auf einem Flug, der keine 45 Minuten dauert, ist es natürlich unmöglich einen riesigen Service durchzuführen. So wurde vor dem Start eine kleine Flasche Wasser und ein Erfrischungstuch verteilt. Kurz nachdem die Anschnallzeichen ausgegangen sind, haben die freundlichen Flugbegleiter das Essen verteilt. Diesmal gab es drei kleine Häppchen. Ich habe leider nicht mehr in Errinerung, was genau gereicht wurde. Im Anschluss wurden den Gästen noch Getränke angeboten. Swiss serviert übrigens Champagner in der Kurzstreckenbusiness Class.

Im Anschluss wurde der Teller und das Besteck abgeräumt und man begann den Landeanflug. Ein wenig mehr hätte es in meinen Augen schon sein können, allerdings ist der Flug und der Service wirklich eng getaktet und es ist nahezu unmöglich mehr zu reichen.

Swiss CSeries in der Business Class – Kommentar

Dies war mein erster Flug mit der Bombardier CSeries und ich muss sagen, dass mir das Flugzeug sehr gut gefällt. Es ist nicht nur schön, sondern die Kabine ist dank der großen Fenster auch hell. Die Sitze und die Finishes wirken modern und hochwertig. Der Sitzabstand passt auch. Die Crew war nett, aber leider waren Ihnen, aufgrund der kurzen Flugzeit, die Hände gebunden. Es ist einfach nicht möglich mehr zu servieren oder ein großes Mittagessen aufzufahren. Vom Sitz und vom Komfort her würde ich die Bombardier CSeries definitiv anderen Flugzeugen vorziehen.


Der Autor war auf Einladung von Swiss an Bord dieses Fluges. Hierbei wurde kein Einfluss auf den Inhalt dieser Beitrages genommen. Der Inhalt der Review spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wieder. 

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5 Kommentare

  1. Bin kürzlich von ZRH nach CDG mit der C100 geflogen – Sitz 1A.
    Ein so neues Flugzeug und dann so grauenvoll…ich bin noch n i e! in einem so lauten Flugzeug geflogen.
    Mir tut das Personal nur leid.
    Das Problem ist Swiss bekannt…der Lärm soll über die Lüftung kommen?…
    Abhilfe soll anstehen…

    • Hey Wolfgang,
      Ich muss ehrlich gesagt zugeben, dass mir das nicht aufgefallen ist.
      Klar war die CS100 nicht so leise wie ein A380, allerdings fand ich es auf 1K nicht besonders störsam.
      Beste Grüße,

      Tim

  2. Ich sehe irgendwie nicht ein, wieso solch ein Sitz das 2-5 Fache des Economypreises kosten soll? Kann mir jemand mal im Grundlegenden das Businessclass Pricing auf der Kurzstrecke erläutern?
    Mir ist klar, dass damit auch eine Lounge etc. finanziert werden, aber diese enormen Aufpreise verstehe ich nicht komplett.

    • Hallo Pascal,

      Es ist ja nicht immer der 2-5 Fache Preis. In manchen fällen ist der Unterschied zwischen Business und Economy Class Flug auf der Kurzstrecke nur wenige Euro.

      Allerdings kann die Business (wie auch die Eco) sehr teuer werden. Bei der Business geht dies nach Strecke deutlich schneller. Mit dem hohen Preis zahlt man allerdings hauptsächlich eine Sache und das ist Flexibilität. Die teueren Tickets sind umruchbar, teilweise sogar kostenfrei und dies lassen sich die Airlines bezahlen.

      Ob natürlich der Aufpreis für die Europäische Business Class gerechtfertigt ist, darüber kann man wunderbar diskutieren. Die Airlines scheinen diese Preise allerdings durchsetzen zu können, sonst würden sie sie nicht verlangen.

      LG
      Christoph

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