Review: United Airlines Boeing 757 in der First Class von Los Angeles nach Chicago

Für meinen Anschluss nach Chicago war ich auf die United Airlines Boeing 757 in der First Class gebucht. Ich kam am Nachmittag aus Auckland in Los Angeles an und hatte knapp drei Stunden für die Immigration. Wer die USA kennt, der weiß, dass dies durchaus sportlich sein kann. Nach knapp zwei Stunden war ich dann endlich auf dem Weg ins Terminal 7, von wo mein United Flug abfliegen sollte. Vom internationalen Tom Bradley Terminal in Los Angeles führt eine Unterführung zu den anderen Terminals. Der Fußweg beträgt etwa 20 Minuten. Ich hatte sogar noch ein paar Minuten Zeit für den Besuch im United Club Los Angeles.

United Airlines Boeing 757 in der First Class von Los Angeles nach Chicago | Boarding

Das Boarding bei USA Airlines ist immer etwas speziell. Es gibt neben den fünf verschiedenen Boardinggruppen (First bis hin zu Basic Economy, dazu noch Statusinhaber) noch weitere Regeln, die man so in Deutschland nicht kennt. So dürfen einige Gäste zum Beispiel das Pre-Boarding nutzen. Dazu gehören Familien mit kleinen Kindern, United 1K und Global Service Inhaber und Militärpersonal in Uniform. Das sind gut und gerne mal 20% des Flugzeuges, die vor der ersten Boardingruppe einstigen dürfen. First Class Gäste sind in der Boarding-Gruppe 1, Gäste mit Basic Economy Class in der Gruppe 5.

United Airlines Boeing 757 in der First Class von Los Angeles nach Chicago | Die Kabine

Nachdem ich zuletzt noch in der Economy Class von United in der Boeing 757 von Chicago nach Los Angeles geflogen bin, durfte ich diesmal in der “First Class” reisen. Auch die Boeing 737 konnte ich auf dieser Reise bereits in der ersten Klasse testen. Allerdings war die Boeing 757 aus mehreren Gründen mein Favorit.

United Airlines verbaut in der Boeing 757 232 Sitzplätze. Davon befinden sich 158 in der Economy Class, der Sitzabstand beträgt 30-31 Zoll oder 75-77 Zentimeter.

United Economy Class in der Boing 757

In der Economy Plus sind die gleichen Sitze (50 an der Zahl), wie in der regulären Economy Class verbaut. Allerdings ist der Sitzabstand mit 34-38 beziehungsweise 85-95 Zentimeter deutlich großzügiger. Beide Kabinenklassen sind in einer 3-3 Bestuhlung angeordnet.

In der Domestic First Class geht es etwas großzügiger zu. Neben einer 2-2 Anordnung der Sitze ist der Sitzabstand mit 38 oder auch 95 Zentimeter deutlich größer als in der Economy Class. Insgesamt sind 24 Sitzplätze in sechs Reihen verbaut.

United Airlines Boeing 757 in der First Class von Los Angeles nach Chicago | Der Sitz

Nach dem Boarding durch die zweite Tür konnte ich nach links abbiegen und nahm auf meinem Sitz 1A Platz. Dieser ist gleichzeitig der wohl beste Domestic First Class Sitz im Flugzeug. Der Grund ist recht einfach: Im Fußraum befindet sich ein großes und recht tiefes Fach für die Füße. Hier kann man die Beine sehr bequem ausstrecken.

Der Sitz ist mit dunkelm Kunstleder bezogen. Ich bin zwar ein Fan von Stoffsitzen, dennoch war der Sitz für den dreistündigen Flug nach Chicago bequem.

United First Class in der Boeing 757 – Sitz

Unterhalb der Armlehne befindet sich ein kleines Staufach für das Handy oder ein Tablet.

Auf der anderen Seite befindet sich vor der Armlehne eine kleine, mit Stein verkleidete Abstellfläche für Getränke. Aus der Mittelarmlehe zwischen den Sitzen lässt sich auch der Tisch ausklappen. Dieser ist recht stabil und eignet sich zum Arbeiten oder Essen.

Eine Steckdose beziehungsweise USB-Anschlüsse zum Laden der elektronischen Mitbringsel gibt es auch. Durchaus praktisch, wenn man bedenkt, dass die Flüge innerhalb der USA und in die Karibik gerne mal mehr als fünf Stunden dauern.

Persönlich finde ich den Sitz recht bequem. Man hat mehr als genug Platz zum Essen, Arbeiten oder auch zum Entspannen. Für einen Flug in der Nacht würde ich mir wünschen, dass man den Sitz weiter zurück lehnen kann. Für einen Flug am Nachmittag passt dieser aber durchaus.

United Airlines Boeing 757 in der First Class von Los Angeles nach Chicago | Catering und Service

Nachdem ich auf meinem United Polaris Business Class Flug nach Sydney ja wirklich Pech hatte, habe ich auf diesem Flug wieder eine Klasse Crew gehabt. Noch während des Boardings wurde ein Glas Wasser (im Plastikbecher) serviert. Die Gäste wurden zudem willkommen geheißen und darüber informiert, was es zu Essen geben würde.

Nach dem Start wurde ein warmes Tuch gereicht.

Ich habe mir einen Gin and Tonic bestellt und wurde etwas wehleidig angeschaut, als ich nach etwas mehr Tonic Water fragte. Der Kommentar „is it too strong for you honey“ war hier sicher gut gemeint, bei einer gefühlten 80/20 Mischung aber wohl etwas zu optimistisch. Jedenfalls waren die (älteren) Mädels extrem auf Trab und hatten sichtlich Spaß an der Arbeit.

Das Essen wurde per Tablett gereicht. Das Hühnchen war okay, aber kulinarisch kein Highlight.

Den Rest des Fluges habe ich damit verbracht mir den tollen Sonnenuntergang anzuschauen. Dazu gab es noch den einen oder anderen Gin and Tonic.

United Airlines Boeing 757 in der First Class von Los Angeles nach Chicago | Frankfurtflyer Kommentar

Ich habe ja wirklich Spaß an der Domestic First Class von United. Alle meine bisherigen Flüge (auch wenn diese recht überschaubar waren), haben mir sehr gut gefallen. Die Crew war auch auf in der United Airlines Boeing 757 in der First Class klasse und der Sitz war gut. In Europa können wir uns so etwas für einige Strecken nur wünschen. Insgesamt bietet United Airlines hier ein gutes Gesamtpaket. Wenn der Preis passt, dann würde ich dies jederzeit wieder so buchen.

Die anderen Teile meines Tripreports findet Ihr hier:

 

 

 

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1 Kommentar

  1. Ganz nebenbei, das wäre doch vielleicht auch ein interessantes Kapitel: „Erfahrungen bei der Immigration“.
    Da kommen doch bei Extremvielfliegern sicher die lustigsten unerwarteten Fälle zusammen.
    Überraschungen aus der eigenen sehr viel kleineren Erfahrung:
    Tel Aviv, Atlanta: nicht mal eine Minute und ein wirklich nettes „schön, dass sie gekommen sind“.
    Alternativ Kansai/Osaka: zwei Stunden in düsterer Atmosphäre.

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