Review: United Economy Class in der Boeing 757

Auf dem Flug von Chicago nach Los Angeles hatte ich die Chance die United Economy Class in der Boeing 757 zu fliegen. Diesen Flug habe ich eher unfreiwillig angetreten. Mein ursprüngliches Ticket wäre von Chicago nach Sydney gegangen, allerdings über San Francisco und Auckland. Da ich in San Francisco nur eine gute Stunde zum Umsteigen hatte, fragte ich am United Schalter nach, ob ich nicht einen früheren Flug nehmen könnte. Hier wurde ich informiert, dass diese leider alle voll wären und mein Flug nach San Francisco wahrscheinlich mehr als zwei Stunden Verspätung hätte. Der Anschluss nach Auckland wäre also nicht mehr am selben Tag möglich gewesen. United hat mich aber kurzerhand auf eine andere Verbindung nach Sydney umgebucht. Es sollte zurück nach LA gehen und von dort mit United non-stop nach Sydney. So sollte ich am Ziel fast wie ursprünglich geplant ankommen. Den Flug zurück nach Los Angeles, woher ich am selben Tag bereits gekommen bin, durfte ich in der United Economy Class in der Boeing 757 fliegen.

United Economy Class in der Boeing 757 | Boarding

Das Einsteigen bei US-Airlines geht sehr geordnet ab, wenn auch es auf den ersten Blick etwas verwirrend erscheint. Bei United gibt es fünf Boardinggruppen. Hinzu kommen Gäste, die das Pre-Boarding nutzen dürfen. Dazu gehören Militärpersonal in Uniform, alte und hilfebedürftige Gäste, Familien mit kleinen Kindern, United Global Service Member und United 1K Inhaber. Bei einer Boeing 757 sind das gefühlt 50 Gäste, die in den Genuss des Pre-Boardings kommen. Im Anschluss geht es entsprechend der Boardinggruppen weiter. Gäste der Domestic First Class gehören so zum Beispiel zur Boardinggruppe 1. Gäste mit einem Basic Economy Ticket gehören zur Gruppe 5. Mit meinem umgebuchten Ticket in die United Economy Class durfte ich in mit der Gruppe 4 einsteigen.

Die Maschine war bereits fast voll besetzt. Entsprechend schwierig war es auch vernünftige Bilder für diese Review zu machen.

United Economy Class in der Boeing 757 | Die Kabine

United fliegt verschiedene Varianten der Boeing 757. In meinem Fall war es eine Boeing 757-300. Diese wird meist auf längeren Inlandsflügen oder nach Mexiko, Kanada oder die Karibik eingesetzt. Desweiteren verfügt United noch über diverse Boeing 757-200, welche etwas großzügiger bestuhlt sind und sogar über flache Betten in der Business Class verfügen. Diese fliegen auf Routen mit sehr starker Premiumnachfrage und Coast-to-Coast Routen wie New York nach Los Angeles. Aber auch auf kürzeren internationalen Routen fliegen diese Boeing 757-200.

Die United Economy Class in der Boeing 757-300 verfügt über 132 Sitze in einer 3-3 Anordnung und mit 31 Zoll Sitzabstand.

Hinzu kommen 57 Sitzplätze in der Economy Plus. Diese sind mit den Economy Sitzen absolut baugleich. Allerdings ist der Sitzabstand mit 35 Zoll deutlich großzügiger. Inhaber eines United Plus Gold (oder höher) Vielfliegerstatus können diese Plätze kostenfrei reservieren. Die United Economy Plus Sitze erkennt man auch optisch an der dunklen Kopfstütze

In der United (Domestic) First Class sind 24 Plätze in sechs Reihen verbaut. Auf jeder Seite des Mittelgangs befinden sich zwei Sitzplätze. Über diese Kabine werde ich im späteren Verlauf dieses Tripreports noch berichten.

United Economy Class in der Boeing 757 | Der Sitz

Der Sitz in der United Economy Class in der Boeing 757-300 machte auf mich einen recht neuen Eindruck. Die Sitzfläche und die Rückenlehne sind mit dunkelblauem Leder bezogen. Die  Kopfstützen lassen sich in der Höhe und Position verstellen.

Auf der Rückseite der Vordersitze befindet sich Staufach für die Zeitungen. Ein fest installiertes Entertainment System mit Monitor gibt es nicht. Allerdings gibt es an Board Wifi und auch Filme, Serien und Dokumentationen kann man sich auf seinem Handy oder Tablett anschauen. Hierfür muss man aber die neuste Version der United App auf dem Gerät installiert haben. Strom gibt es an den Plätzen auch, so kann man zur Not seine Geräte laden.

Insgesamt ist der Komfort in Ordnung. Allerdings muss man auch ehrlich sagen, dass es auf längeren Flügen durchaus etwas eng werden kann. Ich hatte einen Gangplatz und wurde dauernd angestoßen. Wenn ich die Auswahl habe, würde ich einen Fensterplatz wählen um mich wenigstens anlehnen zu können, aber Geschmäcker sind auch hier verschieden.

Der Sitzabstand wird mit 31 Zoll oder 77.5 Zentimeter angegeben. Durch die recht dünne Rückenlehne ist der Platz für die Beine okay, aber auch nicht wirklich großzügig. Man kann die Beine ein wenig unter den Vordersitz ausstrecken. Mit meinem 1.80 Metern war dies noch möglich, groß gewachsene Menschen werden hier aber schnell ihre Knie am Vordersitz anstoßen.

 

United Economy Class in der Boeing 757 | Catering & Service

Speisen und Getränke werden bei United in der Economy Class zwar angeboten, allerdings ist fast alles außer alkoholfreie Getränke und kleine Snacks wie Erdnüsse und Cookies kostenpflichtig.

Zu Beginn des Fluges wurde ein Getränkeservice durchgeführt. Hier gab es neben kostenfreiem Wasser, Säften und Softdrinks auch Kaffee und Tee. Alkoholische Getränke musste man kaufen. Dieser Service wurde auch später, kurz vor der Landung, nochmal durchgeführt. Dazwischen wurden Speisen zum Kauf angeboten.

Auf Flügen ab 1.5 Stunden werden Snacks zum Kauf angeboten. Aber 3 Stunden kann man Snackboxen erwerben. Die aktuelle Menüauswahl findet man bei United auf der Homepage.

United Economy Class in der Boeing 757 | Frankfurtflyer Kommentar

Insgesamt war der Flug in der United Economy Class in der Boeing 757-300 okay. Nachdem ich am selben Tag die fast vier Stunden lange Strecke schon einmal geflogen bin, war es schon ein wenig anstrengend. Der Sitz ist zwar komfortabel, aber auf längeren Flügen innerhalb der USA wird es dann doch etwas eng und ungemütlich. Positiv fand ich, wie flexibel United bezüglich der Änderung war. Gebucht hatte ich über Expedia und alles war als Air New Zealand Codeshare Flug ausgestellt. Der Economy Class Flug war also das kleine notwendige Übel, um pünktlich nach Australien fliegen zu können.

Wer die Möglichkeit hat, der sollte unbedingt einen der Economy Plus Plätze buchen. Der Komfortgewinn durch den größeren Sitzabstand ist wirklich enorm.


Weitere Teile des Tripreports findet Ihr hier.

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