Rückreise aus Indien: Australische Cricket Spieler müssen in Vorquarantäne auf den Malediven

Tolle Möglichkeit für Punkte-Übernachtungen: Das Conrad Rangali Malediven. Foto: Robert

Es gibt sicher schlimmere Orte, als ein Resort auf den Malediven um in Quarantäne zu müssen, allerdings ist die Heimreise einiger australischer Cricket Spieler aus Indien nach Hause alles andere als normal, denn bevor sich diese in eine 14 tägige staatlich überwachte Quarantäne in Australien begeben dürfen, müssen die Männer in eine Vorquarantäne, denn eine direkte Reise aus Indien nach Australien steht aktuell auch für Staatsbürger und bei Einhaltung einer Quarantäne unter Strafe.

Australien geht bei der Einreisesperre aus Indien einen Weg, welcher strikter ist, als in fast jedem anderen Land der Welt, denn dass man eigenen Staatsbürger bei der Rückreise in ihr Land mit bis zu fünf Jahren Haft droht ist durchaus außergewöhnlich. Entsprechend stellt sich die Rückreise der australischen Cricket Spieler aus Indien auch als recht aufwändig dar.

In Indien ist Cricket ein Volkssport und durchaus vergleichbar mit unserer Fußball Bundesliga, weshalb in Indien auch viele sehr gut bezahlte Cricket Spieler aus England, Neuseeland, Südafrika und auch Australien leben und arbeiten. Nachdem aufgrund der dramatischen Situation in Indien die Saison unterbrochen wurde, wollen die ausländischen Cricket Spieler nun natürlich nach Hause reisen. Dies war auch unter Einhaltung von Testbestimmungen und Quarantänen bei der Einreise allen Spielern gestattet, mit Ausnahmen der Australier.

So sind die neuseeländischen Spieler mit einem Charterflug nach Neuseeland geflogen worden und befinden sich hier nun in Quarantäne, die Briten und Südafrikaner konnten mit Linienflügen reisen, während den Australiern die Einreise mit einem Charterflug verweigert wurde. Daher hat man sich zu einem Plan B entschieden und die Spieler sind mit einem Vistara Flug nach Male aufgebrochen, wo sie sich nun in eine Vorquarantäne begeben haben.

Hierbei handelt es sich bei dieser selbstgewählten Vorquarantäne nicht um eine Quarantäne wie man sie sich vielleicht vorstellt, denn die Spieler wurden alle für die Einreise auf die Malediven getestet und dürfen sich nach den Regeln der Malediven in ihrem Resort frei bewegen und auch das Zimmer verlassen. Damit entspricht diese Art der Quarantäne tatsächlich einem Urlaub auf dem Malediven, was sicher unangenehmer sein könnte.

Vor der Abreise nach Male wurde ein australischer Cricket Coach positiv auf das Corona Virus getestet und befindet sich nun in Indien in einem Hotel in Quarantäne und wird von indischen Mannschaftsärzten betreut. Seine Symptome seien bisher sehr schwach und nicht besorgniserregend.

Währenddessen hoffen die Australier auf den Malediven darauf, dass der Travel Ban für Personen aus Indien wirklich wie aktuell geplant zum 15. Mai ausläuft, wonach man mit einem Charterflug nach Darwin fliegen würde, wo sich die Spieler 14 Tage in eine staatliche Quarantäneeinrichtung begeben werden, in welcher man mehrfach getestet wird und die Zimmer nicht verlassen werden dürfen.

Sollte der Travel Ban nicht aufgehoben werden, müssen die Spieler mindestens 14 Tage auf den Malediven in Quarantäne verweilen, bevor sie nach Australien fliegen dürfen um sich dort erneut in Quarantäne zu begeben.

Rückreise aus Indien: Australische Cricket Spieler müssen in Vorquarantäne auf den Malediven | Frankfurtflyer Kommentar

Die Situation rund um Rückreisen nach Australien ist schon seit über einem Jahr mehr als angespannt, allerdings nimmt es im Fall von Indien gerade absurde Ausmaße an. Dass man den eigenen Staatsbürger die Wiedereinreise verweigert ist durchaus verwunderlich, insbesondere wenn man das extrem strenge Test- und Quarantäneregime in Australien bedenkt.

Die Cricket Spieler mit fast unerschöpflichen finanziellen Mitteln konnten es sich nun leisten, eine Lösung durch einen Aufenthalt auf den Malediven zu finden und werden vermutlich auch von dort mit einem privaten Charterflug nach Australien geflogen. Diese Option steht bei weitem nicht jedem Australier zur Verfügung und nach wie vor schätzt man, dass weltweit etwa 40.000 Australier festsitzen und vor allem aufgrund der strikten Regelungen, welche auch die Zahl der ankommenden Passagiere stark begrenzt, nicht nach Australien zurückkehren können, obwohl sie es gerne möchten.

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