Run auf Eurowings-Tickets in Tschechien

Foto: Eurowings

Erst im Juni hat Eurowings den Aufbau einer Basis in Prag angekündigt, noch diesen Monat sollen die ersten Jets abheben. Kurz nach dem Buchungsstart hat der Lufthansa-Lowcoster nach eigenen Angaben viele tausend Tickets in Tschechien verkauft. Eurowings verzeichnet einen Run auf die zahlreichen Direktverbindungen, die sowohl im Einzelplatzverkauf als auch über lokale Reiseveranstalter vertrieben werden.

In der anstehenden Wintersaison seien vor allem die Kanarischen Inseln und das südspanische Festland gefragt. Zu den bisher am stärksten gebuchten Flügen ab Prag gehören also Teneriffa, Fuerteventura und Málaga. Aber auch die Verbindungen nach Athen, Barcelona und Kopenhagen gehören zu den Favoriten.

Die ersten Flüge starten am 31. Oktober von Prag nach Fuerteventura und Bristol. In Kürze wird auch eine lokale Website in tschechischer Sprache eingerichtet, die Einstiegspreise liegen bei 29,99€.

„Wir freuen uns sehr, dass unser neues Angebot auf Anhieb so gut angenommen wird. Das bestärkt uns darin, dass wir mit dem hochattraktiven Standort Prag genau die richtige Wahl getroffen haben“

So äußerte sich Jens Bischof, CEO von Eurowings. Die Airline werde preiswürdige Angebote, aber vor allem eine starke Ausrichtung auf Kundenwünsche sowie neue, kreative Lösungen in den tschechischen Flugmarkt bringen, versprach der Manager. Zur Markteinführung werden zahlreiche Spots als Radio- und Fernsehwerbung geschaltet.

Mit Zusatzleistungen wie z.B. ein freier Mittelsitz ab 10€ oder flexible Umbuchungsmöglichkeiten bis kurz vor Abflug will man sich von Konkurrenten abheben. Generell sei der Freiraum im Flugzeug derzeit sehr gefragt, die Gründe dafür sind unterschiedlich. Sowohl aus Komfort- als auch aus Hygienegründen wurde der freie Mittelsitz innerhalb weniger Wochen bereits mehrere hundert Mal gebucht.

In Kürze sollen weitere Ziele hinzukommen, für das kommende Jahr plant der Ableger mit weiteren Maschinen des Typs Airbus A320. Gut 100 Stellen wurden für die neue Basis besetzt, nach der Ausschreibung gab es einen Ansturm von 6.000 Bewerbern.

Run auf Eurowings in Tschechien | Frankfurtflyer Kommentar

Die Lufthansa-Tochter zeigt sich vor dem offiziellen Start höchst zufrieden, die Erwartungen scheinen erfüllt. Eurowings ist auf Expansionskurs und nutzt die Chancen der Krise. Die Schwäche von CSA spielt dem Billigflieger in die Karten, der Einstieg in weitere Märkte wird derzeit geprüft.

In Palma de Mallorca und Pristina sind bereits Stationen außerhalb des deutschsprachigen Raumes entstanden, nach Prag soll bald auch in Stockholm eine Basis kommen. Im Bezug auf die Arbeitsbedingungen genießt Eurowings keinen guten Ruf, im Gegenteil. Wie immer muss jemand den Preis für die günstigen Tickets bezahlen. Am mangelnden Interesse auf Jobs in der Luftfahrtindustrie kann man sich bei der Airline aber nicht beklagen.

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5 Kommentare

  1. die Tschechen glauben, dass „made in Germany“ noch immer gilt.

    von den Fax-Maschinen im Gesundheitsamt wegs fehlender Online-Verbindungen oder dem „Hochrechnen“ von Impfquoten weil man es (im Gegensatz zu praktischen jedem anderen Land dieser Erde) nicht fertig bringt innerhalb 1,5 Jahren Pandemie ein Nationales Impfregister zu installieren, das 2-Impfungen auf die gleiche Person als „vollständig-geimpft“ registriert, haben die noch nie was gehört.

    Eurwings=Lufthansa=muss besser sein als alles was sich in Osteuropa so zusammen gebraut hat (AirBaltic, LOT, Wizz – , CZ-Airlines, Croatia etc.) – jetzt wisst ihr woher LH (oder ganze Deutschland?) die Arroganz nimmt!!!

  2. Jimmy, Jimmy, Jimmy…..was schreibst Du denn da wieder zusammen ?
    Es geht doch bloss um Eurowings ex CZ. Was soll denn das mit dem Fax im Gesundheitsamt, Impfregister, den LC-Fliegern aus dem Osten und der LH / ganz Deutschland Arroganz ?
    Mach doch bitte den „Erklärbär“, dann verstehe vielleicht auch ich, was Du aussagen möchtest!

  3. ist doch ganz einfach: der Mythos „made-in-Germany“ lebt, wie ist es sonst zu erklären, dass die offensichtlichen Fehler, die im deutschen (Gesundheits-)System passieren konnten, im Ausland gar nicht wahrgenommen werden?

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