Singapore Airlines holt Airbus A380 aus der Wüste

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Asiens Premiumairline Singapore Airlines war Erstkunde des Airbus A380 und hat diesen nach wie vor in der Flotte. Wie bei den meisten A380-Betreibern steht der Doppelstöcker auch bei SQ still. Zusammen mit zahlreichen anderen Jets wurden auch einige der Singapore-Riesenjumbos in der Wüste Australiens geparkt.

SQ glaubt an die Zukunft des A380

Nach einem längeren Aufenthalt bei Alice Springs, mitten im australischen Outback, hat Singapore Airlines nun ein Exemplar wieder zurückgeholt. Die Gesellschaft will die verbleibende Flotte mit ihrem neuesten A380-Kabinenprodukt ausstatten. Ein wichtiges Signal dafür, dass man weiterhin fest an die Zukunft des Jets glaubt.

Bei vielen Airlines gehört der A380 inzwischen der Vergangenheit an. Die Auswirkungen der Pandemie führte dazu, dass ganze Flugzeugtypen ausgeflottet werden mussten. Davon sind insbesondere ältere Maschinen und solche mit vier Triebwerken betroffen. In den kommenden Jahren werden wir wohl immer weniger die Gelegenheit haben mit einem Airbus A380 zu fliegen.

Mit Sicherheit wird Emirates dazu gehören, wo über 100 Maschinen in der Flotte sind. Der Nahost-Carrier erhält auch die letzten Flugzeuge, die derzeit noch von Airbus gefertigt werden. Auch Qantas hat den Vierstrahler noch nicht aufgegeben und investiert sogar noch in das Interieur.

So macht es nun auch Singapore Airlines und baut alle verbliebenen Exemplare zum aktuellen Standard um. Dafür wurde jetzt der Airbus A380 mit der Registrierung 9V-SKQ von Alice Springs nach Sydney geflogen, wo zunächst ein ausführlicher Check stattfinden.

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Für die Maschine war es die erste Reise seit dem vergangenen Sommer, die Landung erfolgte nach gut dreieinhalb Stunden Flug an der Westküstenmetropole. Die Renovierung der Kabine erfolgt dann am Hub in Singapur. Nach aktuellem Planungsstand werden alle verbliebenen 12 Jets die neue Innenausstattung erhalten, vor Corona waren 19 Einheiten in der Flotte.

Singapore Airlines baut in der Krise alle Airbus A380 auf die neue Kabine um

Die Umbauarbeiten fallen dabei sehr umfangreich aus, alle Klassen profitieren von dem Upgrade. Die neuen First-Class-Suiten haben in der Branche bereits neue Maßstäbe gesetzt. Die erste Klasse wandert nach dem Umbau in das Oberdeck. Die Anzahl der Sitze wird halbiert, das Produkt noch viel exklusiver. Vier der sechs Sitze lassen sich zu Doppelkabinen zusammenstellen. 

Das restliche Oberdeck wird mit 82 Business Class-Flachbettsitzen in einer 1-2-1-Anordnung konfiguriert. Im Hauptdeck werden 44 Premium Economy-Sitze in einer 2-4-2-Konfiguration verbaut. Weitere 343 Gäste können in der Economy Class Platz nehmen.

Singapore Airlines holt Airbus A380 aus der Wüste | Frankfurtflyer Kommentar

Ein gutes Zeichen für alle A380-Fans. Die Nachricht, dass Singapore Airlines ihre Riesenjumbos behalten und sogar umbauen möchte, sorgte Ende letzten Jahres für Freude und Hoffnung. Diese ist allerdings aktuell immer mit Vorsicht zu genießen, eine langfristige Planung ist für Airlines derzeit kaum möglich.

Natürlich muss man auch weiterhin abwarten, bis tatsächlich wieder ein A380 von SIA mit Passagieren abhebt. Allerdings ist die jetzige Meldung als absolut positives Signal zu werten. Einen solch teueren Umbau – insbesondere in der aktuell angespannten finanziellen Lage – leistet man sich nur aus gutem Grund.

 

 

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2 Kommentare

  1. Singapore braucht bloss endlich die Grenze zu öffnen, dann wird vielleicht schon wieder geflogen. Aber ob’s dafür gleich 12 380-er braucht ?

    • Für Singapur selbst braucht es die 380er wohl erst einmal nicht, aber in Singapur sind ja auch immer viele Passagiere umgestiegen. Ich bin mal gespannt wann das wieder kommt, den SQ ist hiervon massiv abhängig.

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