Streiks an Berliner Flughäfen angekündigt

Kaum hat das neue Jahr begonnen, wird der erste Streik angekündigt. Am Montag soll an den Berliner Flughäfen in Form eines Warnstreiks die Arbeit niedergelegt werden. Bereits Ende letzten Jahres gab es Gerüchte um eine neue Streikwelle, nun wird genau hiervon der erste Teil stattfinden. Bereits der Bericht zur erwarteten Streikwelle hat aus berechtigten Gründen letzten Dezember eine große Diskussion ausgelöst.

Streiks an Berliner Flughäfen angekündigt | Hintergründe

Schon im letzten Jahr hat es mehrere Verhandlungsrunden zwischen dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) und Verdi gegeben, bei der für etwa 23.000 Beschäftigte der Flugsicherheit neue Gehälter ausgehandelt werden sollen. Nachdem laut BZ Ende des Jahres die Friedenspflicht abgelaufen ist, wurde jetzt gehandelt, da kein akzeptables Angebot vorgelegt wurde.

Die Lohnspanne der an unterschiedlichen Standorten eingesetzten Angestellten liegt zwischen 11,30€ und 17,16€ und ist damit sehr groß. Gefordert werden einheitliche Löhne von 19,50€ für zwei bisher unterschiedliche Gruppen Angestellte, was eine Erhöhung von teilweise etwa 50% darstellt. Dass diese Zahl im Bereich des Möglichen ist zeigt, dass bereits erste Mitarbeiter mit diesem Gehalt als Lockmittel eingestellt wurden.

Streiks an Berliner Flughäfen angekündigt | Genauer Ablauf

Angekündigt wurde ein Warnstreik an beiden Berliner Flughäfen für Montag Morgen zwischen 5:00 und 8:45 Uhr, wodurch es für mindestens 4 Stunden erhebliche Beeinträchtigungen in der Abfertigung der Passagiere geben wird. Hiermit lässt sich der Kreis der Betroffenen nicht auf eine bestimmte Airline eingrenzen, sondern alle Flüge in dieser Zeit werden mehr oder weniger betroffen sein. Passagiere die in dieser Zeit einen Abflug ab Berlin planen, sollen sich vorab am besten online informieren.

Ein Verdi Sprecher sagte, dass die Verhandlungen am 23. Januar fortgesetzt werden sollen und dies nur ein erstes Warnsignal sei. Auch der Leiter der Tarifkommission der Arbeitgeberseite, Rainer Friedbertshäuser äußerte sich wie folgt: „Verdi will scheinbar keinen Tarifvertrag verhandeln, sondern lieber streiken.“. Laut ihm habe Verdi stur an ihren Forderungen nach einem bundesweiten Stundenlohn von 20€ festgehalten. Als Kompromiss hätten die Arbeitgeber eine Erhöhung von zwischen 2 und 8,1 Prozent pro Jahr über eine gewisse Laufzeit angeboten.

Streiks an Berliner Flughäfen angekündigt | Frankfurtflyer Kommentar

Natürlich finden wir eine faire Bezahlung wichtig und die persönliche Sicherheit sollte jedem am Herzen liegen. Dennoch finden wir es schwierig einen bundesweit einheitlichen Lohn durchzusetzen, denn die Lebenshaltungskosten unterscheiden sich in einigen Bundesländern deutlich. Wir hoffen natürlich dass es eine baldige Einigung zwischen beiden Parteien gibt und es bei diesem einen Warnsignal bleibt.

 

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