Swiss fliegt als Karawane nach Jordanien | A320 als „Pilotentaxi“ mit dabei

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Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Flüge. Auch wenn dieser Anlass ein sehr trauriger ist, ist diese Aktion sicher einmalig. Wie viele andere Airlines auch hat Swiss ihr Programm weit heruntergefahren und benötigt nur noch einen Bruchteil der Flotte. Um die ungenutzten Maschinen zu schonen, werden diese langfristig geparkt. Perfekte Plätze mit vielen Sonnentagen und trockener Luft sind rar geworden.

Der Flughafen im spanischen Teruel ist schon gut gefüllt. Dort sind bereits einige A340-600 sowie A380 der Lufthansa und von Air France abgestellt.

Mehrere Faktoren entscheiden über die Überführung

Swiss nutzt zum Parken einiger Maschinen den Militärflughafen Dübendorf in der Nähe von Zürich. Bei längeren Standzeiten ab drei Monaten macht eine Überführung in eine Region mit konstant trockenen klimatischen Bedingungen Sinn. Doch neben dem Wetter in der Schweiz sind auch die Kosten dort im wahren Sinne ungünstig.

Mit dem Flughafen Amman in Jordanien ist die Schweizer Lufthansa-Tochter nun fündig geworden. Zunächst war dafür eine intensive Planung eines mehrköpfigen Teams notwendig. Bei welchen Flugzeugen steht demnächst ein großer und teurer Check an? Welche Sitzplatzkonfiguration wird in den kommenden Wochen kaum benötigt? Swiss setzt beispielsweise beim Neustart der Langstrecke auf den A340-300.

Auch die Triebwerke und deren Wartung spielen eine Rolle und fließen in diese Entscheidungen ein. Dabei kann es vorkommen daß die Turbinen dafür ummontiert werden. Die Kosten für die anstehenden Checks werden somit nach hinten verschoben.

Eigener A320 für den Rücktransport der Piloten flog mit

Zwei Airbus A330 und fünf kleinere A320 hoben am letzten Sonntag in Richtung Amman ab. Doch in der Kolonne waren gleichzeitig acht Flugzeuge zu sehen. Grund dafür: Die Piloten mussten schließlich wieder zurück nach Hause. Dafür konnte man einen neuen A320neo einsetzen, der dann wieder zum Hub in Zürich zurückkehrte.

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Von der Aktion konnten aber noch einige gestrandete Passagiere profitieren. Auf dem Flug zurück in die Schweiz befanden sich noch etwa 50 weitere Passagiere an Bord. Der Auftrag hierfür kam vom Eidgenössischen Department für auswärtige Angelegenheiten.

Swiss fliegt als Karawane nach Jordanien | Frankfurtflyer Kommentar

Die Planer der Fluggesellschaften stehen vor ganz neuen Herausforderungen. Statt neue Strecken zu eruieren und Prognosen für die kommende Nachfrage zu stellen müssen ganz andere Angelegenheiten gemeistert werden. Im Gegensatz zu dem Geschehen in den Terminals herrscht in manchen Büros am Flughafen Hochbetrieb.

Das lange Storage lässt für die nahende Zeit wenig Hoffnung auf eine schnelle Erholung.

 

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2 Kommentare

  1. Solange die Maschinen nicht wie im September 1970 zusammen mit BOAC und TWA in Zerqa stehen und anschliessend gesprengt werden, ist alles in Ordnung.

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