Swiss holt Flugzeuge aus der Wüste zurück nach Zürich

Als Reaktion auf den Ausbruch der COVID-19 Pandemie, musste Swiss einen Großteil der Flotte stilllegen, denn die Flugzeuge wurden in großen Teilen einfach nicht mehr gebraucht, da die Nachfrage um teils weit über 90% eingebrochen ist. Nun sieht man auch in der Schweiz langsam Licht am Ende des Tunnels und Swiss holt Flugzeuge aus der Wüste zurück nach Zürich, um das Angebot zu erhöhen.

Besonders beflügelt wird Swiss gerade von dem Nachfrageboom für Flüge nach Spanien und Portugal über die Osterfeiertage, nachdem beide Länder von der Quarantäneliste der Schweiz gestrichen wurden, da hier zuletzt die Infektionszahlen massiv gesunken sind.

So hatte Swiss für das Frühjahr sowieso eine deutliche Steigerung der Flugverbindungen für das Frühjahr geplant, aber aufgrund der überraschend hohen Nachfrage, wird man besonders nach Spanien die Frequenzen deutlich erhöhen. So sollen in der kommenden Woche vom 29. März nun schon 43, anstelle von 34 Flügen nach Spanien geflogen werden und in der Woche vom 5. April an, sind nun 59 Flüge, anstelle von einmal 48 Flügen geplant.

Aufgrund der sehr hohen Nachfragesituation will Swiss hier oft auch verstärkt den Airbus A321 mit immerhin bis zu 219 Sitzen einsetzen und man schließt auch nicht aus, dass man mit Langstreckenflugzeugen wie dem Airbus A330-300 oder auch der Boeing 777-300er nach Spanien oder Portugal fliegt, welche bis zu 340 Plätze bei Swiss haben.

Um dieser sich schnell ändernden Situation, in welcher es auch zu kurzfristigen Nachfragespitzen kommen kann gerecht zu werden, hat Swiss damit begonnen Flugzeuge aus Jordanien zurück nach Zürich zu hohlen. In der Wüste bei Amman hatte man zwischenzeitlich bis zu 20 Airbus A320, A321 und Airbus A330 eingelagert, welche nun nach und nach zurück nach Zürich kommen.

Aktuell hat Swiss von den 92 Flugzeugen der Flotte 57 wieder einsatzbereit in Zürich, wobei 20 Maschinen zur Langstreckenflotte gehören und 37 Maschinen der aktiven Flotte auf die Kurzstrecke entfallen. Besonders bei den Airbus A330-300 befinden sich noch viele im Storage und werden nun reaktiviert. So hat man gerade die HB-JHM nach zehn Monaten Pause in Jordanien zurück nach Zürich geholt.

Swiss holt Flugzeuge aus der Wüste zurück nach Zürich | Frankfurtflyer Kommentar

Auch wenn wir gerade sehr kontrovers über des Thema Reisen und Urlaube diskutieren, sieht man sehr deutlich, dass die Nachfrage bei den Airlines steigt und dies gibt auch viel Hoffnung für den Rest des Jahres, denn hier wird sich auch im Hinblick auf Infektionen sicher vieles verbessern.

Die Schweiz hat generell auch eine sehr pragmatische Haltung zu Flugreisenden. So müssen alle Passagiere, welche in oder über die Schweiz reisen wollen einen negativen PCR Test vorweisen, welcher nicht älter als 72 Stunden ist und wenn man aus einem Land mit besonders hoher Inzidenz kommt (hier gilt eine pragmatische CH+60 Regel) wird auch eine Quarantäne in der Schweiz Pflicht.

Bei der nun recht spürbaren Reiselust der Schweizer, kann man auch für die Zukunft und besonders für die Erholung der Swiss sehr zuversichtlich sein und bei aller Vorsicht in Bezug auf das Virus, benötigen die Airlines nun zumindest auch positiv Zukunftsperspektiven.

Danke: aero.de

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1 Kommentar

  1. Mein Flug mit 777-er Ende Mai nach SIN wurde schon wieder annulliert / verschoben. Jetzt dämmert mir so manches: LX braucht die Flieger in Europa für Spanien und Portugal

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