Swiss stellt ihre neue Premium Economy Class vor

Erst vergangene Woche haben wir von der geplanten Einführung der neuen Reiseklasse bei Swiss berichtet, nun zeigt die Lufthansa-Tochter erste Details ihrer Premium Economy Class. Ab dem vierten Quartal 2021 werden die bestehenden drei Reiseklassen ergänzt. Nach Lufthansa, Austrian Airlines, Eurowings und Brussels Airlines rüstet dann auch die letzte wichtige Konzerntochter Flugzeuge mit dem Produkt um. Mit der komfortablen Klasse werden sowohl Geschäftsreisende als auch Urlauber angesprochen.

Foto: Swiss

Einbau ist zunächst nur auf der Triple Seven vorgesehen

Geplant ist es alle zwölf Boeing 777-300ER mit jeweils 24 Sitzen des Herstellers ZIM auszustatten. Dafür wurde ein Hartschalen-Design gewählt, wodurch sich die Rückenlehne verstellen lässt, ohne dass Mitreisende dahinter beeinträchtigt werden. Im Vergleich zur regulären Economy Class ist der Sitz breiter, der Sitzabstand beträgt 99 cm statt bisher 78,7 cm und es gibt eine ausklappbare Fußstütze. Die Sitzbezüge werden vom Berner Unternehmen Lantal produziert.

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Es soll einen eigenen geräuschreduzierenden Kopfhörer geben, eine Steigerung im Vergleich zum minderwertigen Wegwerfartikel der Lufthansa. Die Größe des dort verbauten Monitors beträgt 15,6-Zoll. Persönliche Leselampen spenden auf Nachtflügen Licht, elektronische Geräte können mittels eigenem USB-A-Anschluss am Platz aufgeladen werden. Weitere Leistungen an Bord ergänzen den Sitz um das Reiseerlebnis zu steigern. Dazu gehören ein Amenity Kit aus nachhaltigen Materialien sowie ein vielfältigeres kulinarisches Angebot.

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Fluggäste erhalten einen Begrüssungsdrink aus Holunderbeeren und können aus einer Auswahl von drei warmen Gerichten wählen, die auf Porzellangeschirr serviert werden. Darunter eine regionale Spezialität sowie eine vegetarische Option, die von Hiltl, dem ältesten vegetarischen Restaurant der Welt kreiert wird. Zum Produkt Premium Economy gehört auch doppelt so viel Freigepäck, zwei digitale Titel aus dem eJournals-Portal sowie bevorzugtes Boarding. Dieter Vranckx, CEO von Swiss kommentierte das Vorhaben voller Vorfreude:

Wir freuen uns, mit der Einführung der Premium Economy Class dem steigenden Bedürfnis nach mehr Privatsphäre, Komfort und Individualität entgegenzukommen. Zudem stärken wir mit diesem neuen Angebot unsere Premium-Positionierung im wachsenden Freizeitreisebereich.

Zum Start des Sommerflugplans 2022 soll die Umrüstung der Teilflotte abgeschlossen sein. Die Preisunterschiede im Tarif sollen pro Wegstrecke durchschnittlich 250 bis 350 Franken (ca. 225€ – 320€) über denen der Economy Class liegen.

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Swiss stellt ihre neue Premium Economy Class vor | Frankfurtflyer Kommentar

Swiss hat ziemlich lange gewartet und mit der Einführung einer Premium Economy Class gezögert. Swiss hatte wie manch andere Airlines Sorge, daß ihnen zu viele Kunden aus der Business Class abwandern. Doch die Klasse bietet auch Chancen und der Schweizer Carrier hat sich doch dazu durchgerungen- allerdings wurde die Umsetzung durch die Pandemie verzögert.

Nun ist die neue Klasse bereits für Reisen ab April 2022 buchbar, angeboten wird das Produkt auf allen B777-Strecken wie Bangkok, Hong Kong, Los Angeles, Miami, San Francisco, São Paulo und Singapur. Ob es eine Ausweitung auf die restliche Langstreckenflotte gibt, ist nicht bekannt.

Swiss wird sich als eine Auswirkung der Pandemie von mindestens fünf Airbus A330 oder A340-Jets trennen müssen. Danach wird eine finale Entscheidung diesbezüglich erwartet. Ähnlich wie bei der Einführung bei den anderen Konzerntöchter könnte es vereinzelt eine frühere Verfügbarkeit der Klasse geben, dann werden u.a. Upgrades beim Check-in offeriert.

 

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7 Kommentare

  1. Laut anderen Portalen soll der Sitzabstand in Liegeposition wohl recht eng sein, bei ausgefahrener Beinauflage – zu erahnen auch im 2. Bild.
    In der Tat verkleinern Schalensitze den Fußraum.
    Mal abwarten…

    • Dafür bekommt man halt nicht unerwartet die Rückenlehne vors Gesicht geknallt …
      Turkish Airlines hatte das in ein paar ihrer 777-300 in Y einmal elegant gelöst.
      Sitz und Rückenlehne bewegten sich entgegegngesetzt zueinander. Rückenlehne zurück, Sitz vor. Wenn der Fluggast in der Vorderreihe nicht ebenfalls die Liegeposition einnahm, klemmte man sich so erst einmal die Knie ein. Kein Problem, wenn alle in Liegeposition gingen, aber egoistisch 10 Minuten nach Start die Rückenlehne als Einziger nach hinten zu knallen wurde so enorm ausgebremst.
      Ich glaube, die Bestuhlung gibg es nicht mehr. Die Kabine war richtig bunt, nicht das Turkish Airlines türkis. Zudem noch 3-3-3. Jedenfalls finde ich keine Bilder mehr.

      • Naja, dass der Sitz wieder eingestampft wurde zeugt jetzt nicht unbedingt davon, dass er bei den Passagieren besonders beliebt war…

  2. Zur Begrüßung Hustensaft statt Sektempfang –
    ein halbvertrocknetes Scheibchen Käse …
    und das Besteck könnte auch ordentlicher liegen – was soll’s, die Premium Economy Class wird immer beliebter und die 300,-€ Aufpreis tun nun wirklich nicht weh bei durchschnittlichen Urlaubskosten von 5000,-€.
    Mein Traum wäre die klimaneutrale Wasserstoff-A380 ausschließlich mit der Premium-Bestuhlung, die Langstrecke würde dann zu einer Genussreise und die vorgeblichen Klimaretter sprich Neidhammel,
    würden endlich mal die Klappe halten.

  3. Hmm, es sind 300 EUR Aufpreis pro Strecke, also 600 für return. Das macht dann so 1500 gesamt. Manchmal gibt es schon Business Class angebote um die 2000 EUR… Eine Situation, wo ich es vielleicht sinnvoll / das Geld wert fände, ist wenn man als Paar fliegt und dann zusammen sitzen kann ohne noch jemand fremdes neben sich zu haben (anders als in der 3-4-3 hinten). Wenn man alleine fliegt ist es ähnlich beknackt wie in der Eco, weil man egal wo man sitzt entweder nicht direkt zum Gang kommt oder jemanden rauslassen muss.

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