Thomas Cook Deutschland ist endgültig Pleite | Töchter müssen den Betrieb einstellen

Nach der Insolvenz von Thomas Cook in England, stand es auch um die Töchter in Deutschland sehr schlecht, zu denen auch der Ferienflieger Condor gehört. Nachdem man schon for wenigen Tagen alle Reisen auch für 2020 absagen musste, kam nun, was fast zwingend kommen musste: Man hat das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet und bei dem Reiseveranstalter Thomas Cook Deutschland GmbH, Neckermann Reisen, Air Marin und Thomas Cook Signatur Reisen wird der komplette Betrieb eingestellt.

Nach Angaben des Insolvenzverwalters von Thomas Cook werden die aktuell noch etwa 2.100 Angestellten der Firmen am Wochenende Ihre Kündigungen erhalten.

Nicht betroffen ist weiterhin der Ferienflieger Condor. Die Airline hat einen Überbrückungskredit von 380 Millionen Euro vom Land Hessen und dem Bund erhalten und sucht aktuell nach einem neuen Eigentümer. Sollte dies allerdings nicht gelingen, droht auch Condor das Aus, denn alleine kann die Airline wohl dauerhaft nicht überleben.

Galeria Kaufhof übernimmt viele Reisebüros von Thomas Cook

Galeria Kaufhof hat bereits angekündigt, dass man 106 der insgesamt 126 Reisebüros der Thomas Cook in Deutschland übernehmen wird. Diese werden allerdings nicht unter der Marke von Thomas Cook weiter betrieben, sondern in das Reisebüro Geschäft von Kaufhof integriert.

Aktuell gibt es 78 Reisebüros der Galeria Kaufhof in den Filialen des Einzelhändlers in vielen deutschen Innenstädten. Durch die Übernahme von weiteren 106 Reisebüros wird man zu einem der größten Anbietern auf dem deutschen Markt.

Galeria Kaufhof wird 500 Mitarbeiter von Thomas Cook übernehmen, welche in den Filialen weiter arbeiten werden. Auch das Onlinegeschäft von Thomas Cook will man übernehmen.

„Mit der künftig noch weitergehenden Verknüpfung von Online- und Offline-Fähigkeiten im Reisegeschäft schaffen wir den Sprung zum Omnichannel-Reiseanbieter“, betonte der Chef von Galeria Karstadt Kaufhof, Stephan Fanderl.

Condor fliegt nach wie vor

Beinahe wäre auch Condor als 100 Prozente Thomas Cook Tochter in den Strudel der Insolvenz geraten und hätte den Flugbetrieb einstellen müssen, wie zum Beispiel auch die Thomas Cook Airline UK, welche direkt nach der Insolvenzanmeldung der Mutter gegründet wurde.

Condor fliegt nach wie vor weiter!

Um das Grounding von Condor zu vermeiden und den Flugbetrieb der zweitgrößten deutschen Airline sicher zu stellen, haben Bund und das Land Hessen zusammen einen Kredit in Höhe von 380 Millionen Euro vergeben. Dies gibt Condor den benötigten Spielraum um nach einem neuen Investor zu suchen.

Ganz einfach ist die Situation für Condor allerdings nicht, denn durch die Insolvenz aller Reiseveranstalter der Thomas Cook Gruppe und der hierdurch bedingten Absage von Reisen, wurden auch viele Buchungen bei Condor gestrichen. Diese leeren Plätze müssen von Condor nun neu verkauft werden.

Aktuell gibt es wohl eine Reihe von Interessenten für Teile oder die gesamte Condor, darunter auch Lufthansa und TuiFly. Aktuell zieht sich der Verkauf allerdings noch hin, denn obwohl Condor rentabel ist, stehen in den kommenden Jahren massive Investitionen ins Haus, da die alternde Langstreckenflotte ersetzt werden muss.

Thomas Cook Deutschland ist endgültig Pleite | Frankfurtflyer Kommentar

Die Pleite von Thomas Cook war zwar nicht das erste mal, dass ein Reiseveranstalter Insolvenz anmelden musste, allerdings war es wohl die größte Pleite dieser Art, zumindest in näherer Vergangenheit. Besonders dramatisch ist, dass auch die Töchter von Thomas Cook nun den Betrieb einstellen müssen, obwohl die meisten von ihnen selbst rentabel waren.

Es wird sich noch zeigen, welche Teile von Thomas Cook in Deutschland von welchem Mitbewerber übernommen werden. Dass Kaufhof nun die meisten stationären Reisebüros übernimmt, ist zumindest ein Anfang.

Danke: Focus

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