Tripreport: Der ganz normale Wahnsinn eines Vielfliegers

Ich bin viel unterwegs, das ist kein Geheimnis, allerdings lasse Ich Euch bei weitem nicht an jeder meiner Reisen teilhaben. Dies liegt insbesondere daran, dass die Vielzahl meiner Reisen geschäftlicher Natur ist und häufig auch mit so enger Tacktung, dass mir hier immer die Zeit fehlt, vernünftige Tripreports zu schreiben. In diesem Tripreport möchte ich Euch an meinem „ganz normalen Wahnsinn als Vielflieger“ teilhaben lassen, denn wenn man sich zwei mehr oder weniger normale Wochen von mir von außen anschaut, sieht dies schon sehr verrückt aus.

Ein Problem mit Tripreports über Business Trips ist, dass sie selten zu Destinationen führen, zu denen man auch privat in den Urlaub fliegen würde, denn es ist nicht immer New York, Miami, Singapur oder Bali. Auch gibt es immer wieder einige Doppelungen und regelmäßig über den selben United Airlines Flug von Frankfurt nach Chicago zu berichten, ist irgendwann auch langweilig, auch wenn ich im letzten Jahr diesen Flug öfter als jeden anderen Flug geflogen bin.

Ich habe mir daher für diesen Tripreport zwei Wochen herausgesucht, welche Euch auch ein wenig Abwechslung bei den Reviews bieten sollen. Dass am Ende hier nicht alles nach Plan lief, steht dann schon wieder auf einem anderen Blatt und gehört einfach dazu.

Innerhalb von zwei Wochen, sollte es für mich zwei mal in die USA gehen. Dazu noch ein kurzer Abstecher nach London, der sich kombinieren ließ, sodass mein Plan für etwa 10 Tage wie folgt aussah.

Wenn Ich diese Flugstrecke mit dem Kommentar: „Das ist mein Plan für die nächsten 10 Tage“ jemandem zeige, werde ich immer wieder gefragt: „Warum um Himmelswillen bleibst du nicht einfach eine Woche drüben?“ Nun, in manchen Fällen mache ich es sogar so, dass ich länger in den USA oder sonst wo auf der Welt bin und hier Termine zusammenlege. In diesem Fall war es allerdings so, dass ich zum einen zwischen meinen USA Aufenthalten zwingend in Deutschland sein musste und zum anderen bewerte ich inzwischen ein Wochenende bei meiner Familie sehr hoch und hierfür fliege ich auch gerne ein paar Stunden extra. Work-Life Balance und so ;).

Im Grunde handelt es sich hier also um zwei komplett getrennte Trips. In einer Woche stand London und Kansas City auf dem Programm und in der zweiten Woche sollte es „nur“ für einen Tag nach St. Louis gehen.

Teil 1: London und Kansas City

Normalerweise beschreibe ich in meinen Einleitungen zu Tripreports gerne, wie ich einen Flug meist mit Meilen gebucht habe. In diesem Fall ist es allerdings anders, denn ich habe nur sehr bedingt Einfluss auf die Tickets, welche mir hier gebucht werden und ich buche sie auch nicht selbst. Noch nicht einmal den Preis kann ich Euch sagen. Auch das ist wohl einfach Teil des Business Traveller Alltags, denn man kann sich leider seine Flüge nicht nach dem besten Sitz oder dem besten Preis aussuchen, sondern es muss einfach passen, vor allem auch die Zeiten.

In diesen Fall bedeutete dies British Airways Economy Class Flüge von und nach London, sowie American Airlines Business Class Flüge über den Atlantik. Nachdem ich dann noch einen Anschlussflug in den USA kurzfristig geändert habe, durfte ich auch noch in den kurzen Genuss der American Airlines Economy Class auf Kurzstrecken kommen.

Bei den Hotels stand auch mehr die Lage im Vordergrund und nachdem ich nur eine kurze Nacht in jedem der Hotels verbrachte, habe ich mich in London für das MOXY London Heathrow Airport und in den USA für das sehr zweifelhafte Hilton Kansas City Airport entschieden. Gerade letzteres hat leider den Ruf von manchen US-Hiltons, schon recht abgewohnt zu sein, alle Ehre gemacht.

Teil 2: Ein Tag in St. Louis

Der zweite Teil dieser Reise war wesentlich einfacher. Gebucht wurde einfach ein Ticket mit Lufthansa und United Airlines nach St. Louis. Während es hin noch in der Lufthansa Business Class gehen sollte, war der Plan, dass ich den letzten Rückflug über Washington mit United Airlines nehme.

Gerade auf den letzten Flug mit United hatte ich mich eigentlich gefreut, denn obwohl ich nur ein Business Class Ticket hatte, konnte ich zwei Tage vor Abflug als United 1K Sitze in der alten United Global First Class reservieren, welche extrem bequem sind.

Leider wurde aus einem meiner letzten Flüge in dem United Polaris First Class Sitz nichts, denn mein Zubringer von St. Louis nach Washington D.C. war derart verspätet, dass ich meinen Anschluss nach Frankfurt verpasst hätte. Da ich keine weitere Nacht in den USA verbringen wollte, bin ich am selben Abend über Chicago mit Lufthansa zurück geflogen.

Bei dem Hotel gab es für mich in St. Louis ein kleines Highlight. Hier habe ich das Union Station Hotel gebucht, welches als Curio Collection zur Hilton Kette gehört. Das Hotel, welches in die historische Bahnhofshalle gebaut wurde, hat mich wirklich sehr beeindruckt.

Mit einem Zimmerpreis von über 430 US$ pro Nacht hat das Hotel allerdings meine Reisekostenrichtlinie mehr als gesprengt. Daher habe ich es mit 40.000 Hilton Honors Punkten pro Nacht gebucht, was ich als fantastischen Gegenwert angesehen habe.

Ganz nebenbei gab es dank meines Hilton Honors Diamond Status noch ein Upgrade auf einen Suite im historischen Flügel des Hotels und kostenloses Frühstück.

Geschäftsreisen sind kein Urlaub!

Eine Sache will ich mit diesem Trip Report auch gerne zeigen, denn Geschäftsreisen sind kein Urlaub. Meistens sind sie einfach nur anstrengend und man hat quasi keine Zeit auch nur irgendetwas von dem Ort zu sehen, in dem man gerade ist. Aber warum auch? Sinn dieser Reisen ist es nun einmal nicht die Welt zu sehen oder Urlaub zu machen, sondern zu arbeiten. Manchmal sehen dies Aussenstehende nicht und denken, man ist in „Dauerurlaub“, was ich immer sehr amüsant finde.

Tripreport: Der ganz normale Wahnsinn eines Vielfliegers | Frankfurtflyer Kommentar

Ich habe so einen ähnlichen Tripreport vor über zwei Jahren schon einmal geschrieben und wollte Euch auch hier einfach am Vielfliegeralltag ein wenig teilhaben lassen. Es sind nicht immer nur Kaviar und Champagner oder nur 5 Sterne Hotels.

Was für den ein oder anderen vielleicht verrückt wirkt, ist tatsächlich mehr oder weniger mein normaler Alltag. Ich habe tatsächlich Monate, in denen ich jede Woche in die USA oder nach Asien fliege.

Das ist stressig, aber man gewöhnt sich daran und ich mache es tatsächlich auch gerne. Anders geht es vermutlich nicht! Wenn einem seine Arbeit keinen Spaß macht und hierzu zählen nun einmal alle Belange, dann ist solch ein Pensum vermutlich mehr Folter, als angenehm.

Ich hoffe Ihr findet diesen Tripreport und die daraus entstandenen Reviews interessant und. Ich würde mich sehr über Eure Kommentar hier oder auf Facebook freuen!


Dieser Tripreport besteht aus folgenden Teilen:

  • Tripreport: Der ganz normale Wahnsinn eines Vielfliegers
  • Review: JAL Sakura Lounge Frankfurt (renoviert)
  • Review: British Airways Economy Class Airbus A320Neo
  • Review: Moxy London Heathrow
  • Review: British Airways First Class Lounge London Heathrow Terminal 3
  • Review: American Airlines Business Class Boeing 777-200 London Heathrow nach Dallas Fort/ Worth
  • Review: American Airlines Economy Class Boeing 737-800 Dallas nach Kansas City
  • Review: Hilton Kansas City Airport
  • Review: American Eagle First Class CRJ 700 Kansas City nach Chicago
  • Review: American Airlines Flagship Lounge
  • Review American Airlines Business Class Boeing 787-8 Chicago nach London Heathrow
  • Review: British Airways Economy Class Airbus A319
  • Review: Lufthansa Business Class Boeing 747-8 Frankfurt nach Chicago Upper Deck
  • Review: United Express First Class CRJ 700 Frankfurt nach St. Louis
  • Review: St. Louis Union Station Hotel a Curio by Hilton
  • Review: United Express Economy Class CRJ 200 St. Louis nach Chicago
  • Review: Lufthansa Business Class Boeing 747-8 Chicago nach Frankfurt „Express Service“

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9 Kommentare

  1. Hi Christoph
    Also mein Ding wäre das nicht! Bin immer „freiwillig“ und ferienhalber unterwegs, da im (Un-)Ruhestand. Die ganze Atmosphäre an den Flughäfen fasziniert mich….von den Flügen rede ich schon gar nicht. Freue mich jedes Mal, wenn ich „bloss“ den Senator wieder erfliege, was ich dieses Jahr hauptsächlich mit 1x SIN retour in C, 1x SIN retour in F, 1x SFO retour in C und 1x CPT retour in C wieder schaffen werde. Mit den entsprechenden C-Anschlussflügen in Europa haut das dann locker hin.
    Nächstes Jahr ist das berühmte „Tote Jahr“ und dementsprechend fluglose Zeit zum Entspannen….hoffentlich !

    • Ja man muss dafür gemacht sein! Aber auch ich werde irgendwann mal zurückfahren und weniger fliegen.

      Das „Tote Jahr“ ist doch perfekt um die gesammelten Meilen mal abzufliegen ;).

      LG
      Christoph

  2. Du als Vielflieger kennst es bestimmt. Man ist sicher gelandet und darf seit Stunde nicht aus dem Flieger raus, weil es grad draußen stürmt. Sitz grad seit über einer Stunde vor dem Gate in Fra fest. (Gut in der business class lässt es sich aushalten. Die armen 200-300 Passagiere hinten tun mir aber leid)
    Und es gibt paar solche Sachen die Flieger betreffen an die kaum ein Reisender denkt.

  3. Ich wäre dabei, jedenfalls für ein paar Jahre auf jeden Fall. Ich habe gerade freiwillig in 10 Tagen rund 10 Flüge absolviert u.a. Alaska Airlines Milk Run. Manchmal war ich auch nur über Nacht irgendwo. Wie du schreibst, muss einem das und der Job Spass machen, ansonsten ist es wohl eine Tortur.

  4. Zweifelsohne sehr viel Stress.

    Man darf aber auch nicht unerwähnt lassen, dass die meisten Geschäftsreisenden über Ihre Flüge/Hotelübernachtungen Meilen und Punkte sammeln, mit deren Hilfe sie privat Flüge und Urlaube machen, die sie sich sonst nicht leisten könnten.

  5. Habe festgestellt, dass ich im Jan/Feb in vier Kontinenten war: Europa (Frankfurt als Basis), Nordamerika (Miami, privat), Asien (Tokio, Besuch der Tochter) und Afrika (beruflich). Auch nicht schlecht. Senator-Status wird im Juni komplett sein.

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