Trump hebt Einreisebeschränkungen aus dem Schengen Raum auf

Eine Situation, mit der wohl niemand mehr vor der Amtseinführung Bidens so richtig gerechnet hat: Trump hat (spontan) als vermutlich letzte Entscheidung in seiner Amtszeit die Einreisebeschränkungen für Reisende aus dem Schengen Raum zum 26. Januar aufgehoben. Bei Bidens Team traf diese Entscheidung nicht auf viel Begeisterung, vor allem wegen den deutlich ansteckenderen Virus-Mutationen.

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Mit dem Ausbruch der Pandemie wurde das Reisen in fast allen Teilen der Welt sehr schwierig. Auch in die USA konnte man als Europäer einige Wochen gar nicht und dann nur mit einer seltenen Ausnahmegenehmigung (oder natürlich einer Green Card etc.) reisen. Dies wird sich nun ändern, denn Trump hat für Reisende aus dem Schengen Raum, aus Großbritannien und aus Irland sowie aus Brasilien die Einreisebeschränkungen zum 26. Januar aufgehoben. Personen aus diesen Gebieten können danach mit einem negativen Corona-Test wie gewohnt einreisen.

Diese Coronatests werden für international Reisende eine Grundvoraussetzung sein, unabhängig von Abflugort, Staatsbürgerschaft oder Visum. Hier wird ein Nachweis zu einer überstandenen Infektion mit einem negativen Test gleichgesetzt und es heißt, dass Airlines bei Nichtvorlage das Boarding verweigern „müssen“. Auch nach der Einreise wird ein erneuter Test und eine 7-tägige Quarantäne empfohlen.

Interessant ist, dass Tagesschau.de berichtet, dass der Test drei Tage vor Abreise gemacht werden muss, wo es doch in den meisten Ländern mit Testpflicht so ist, dass der Test nicht älter als 48-72 Stunden sein darf. Dieser Punkt wird sicher noch spannend.

Biden hingegen lies verlauten, dass er gerne vorab, entgegen vieler Gerüchte, an dem Einreisestopp festhalten möchte, da dies Mediziner in der aktuellen Lage empfohlen haben. Tagesschau.de zitiert Bidens Sprecherin Psaki wie folgt:

„Da sich die Pandemie verschlimmert und sich hochansteckende Varianten auf der ganzen Welt verbreiten, ist es nicht der Moment, Einschränkungen internationaler Reisen aufzuheben“

Im gleichen Zug wurde berichtet, dass die USA plane, die generell schon herrschenden öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen vor allem in Bezug auf Reisen zu verstärken, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen.

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Auch wenn wir uns nach einer Öffnung und Erlaubnis zum Reisen sehnen, frage ich mich ernsthaft, ob das jetzt sein muss, wo die neuen Mutationen um sich greifen. Mit einer ordentlichen Teststrategie kann diese Entscheidung sinnvoll sein, aber von Berichten kann man nur erahnen, wie schwierig es auch in den USA nach der Einreise ist, einen Test zu bekommen.

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6 Kommentare

    • Hi Alfred,

      wie im Beitrag geschrieben, hat Trump das so entschieden, aber Bidens Team hat direkt kommuniziert dass es die falsche Strategie ist. Ob es nun zu schärferen Quarantäneregelungen oder zu einer Rückabwicklung dieser Entscheidung kommt, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar gesagt werden.

      Liebe Grüße
      Nicole

  1. Der einzige Ausweg ist das Impfen:……
    Impfpass … trotzdem kann man jemanden anstecken…

    Mein Appell , liebe Bürger, nehmt es ernst…. deutsche Politiker brauchen 14 Stunden Konferenz , um das zu verifizieren .)))
    Und die Kurven zeigen , dass das in der Umsetzung generell auf gutem Weg ist und hoffnungsvoll ist….
    und Krankenwagen und Polen etc…..

  2. …und sofort wird unter POTUS Biden die sofortige Aufhebung der Aufhebung per 26th January folgen !! Also doch KEIN „Happy Landing“ in Amerika.

    • Man darf bezweifeln, dass Biden die Executive Order von Trump einfach wieder einsetzt. ABER: Ja man darf damit rechnen, dass Einreisen dennoch nicht ungehindert stattfinden werden. Sicher ist aber, hier wird sich etwas ändern und Biden muss es sehr schnell angehen, denn sonst werden ab dem 26. Januar einfach Einreisen mit negativen Corona Test wieder möglich. In den kommenden Tagen wird hier aber sicher etwas angekündigt.

      Was man auch nicht vergessen sollte, einer der großen Sorgen der USA sind weniger die Einreisen aus Europa, sondern US Touristen die wilde Partys in Mexico gefeiert haben. Hier gibt es daher auch schon einiges an Restriktionen. Das ist in den USA ein deutlich bedeutenderes Thema in der Debatte als Europa.

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