TuiFly will ab nächstem Jahr Langstrecken ab Deutschland fliegen

Mit dem Wegfall der Air Berlin hat sich der deutsch Urlaubsflieger Markt deutlich verändert, denn auch wenn Air Berlin eine Netzwerkairline in der oneworld Allianz war, man bediente auch noch eine Reihe von Langstrecken zu touristischen Zielen in der Karibik und Florida. 

Nachdem diese Flüge weggefallen sind, gibt es eigentlich nur noch die Condor und vereinzelt die Eurowings, welche Direktflüge ab Deutschland zu vielen touristischen Langstreckenzielen anbietet. 

Der Reisekonzern Tui betreibt schon seit Jahren in Deutschland mit der TuiFly eine eigene Airline, um vornehmlich die eigenen Kunden in die Hotels des Reiseriesen rund um das Mittelmeer zu fliegen. Jetzt will TuiFly in Deutschland auch auf die Langstrecke und hierfür wird man vorerst zwei Boeing 787 anschaffen. 

Mit den neuen Langstreckeflugzeugen will die Airline vor allen in die Karibik und nach Mexico fliegen, um hier die eigenen Kreuzfahrtschiffe der Marke „Mein-Schiff“ von Tui Cruises mit den Gästen zu versorgen. 

Des weiteren betreibt betreibt Tui in der Karibik und den Urlaubsgebieten von Mexico auch eine ganze Reihe eigener Hotels, für welche sich die Langstrecken anbieten würden. So kann die Tui Gruppe die gesamte Reise „aus einer Hand“ anbieten. 

Vorerst mit nur zwei Boeing 787

Neu ist das Langstreckengeschäfft für Tui nicht, denn im Reisekonzern gibt es bereits einige Großraumflugzeuge der verschiedenen Tui Airlines in Großbritannien, Skandinavien, den Niederlanden und Belgien. Insgesamt betreibt man bereits 25 Langstrecken Jets, welche meist auch mit dem Branding von Tui fliegen. 

Woher die in Deutschland ab dem Winterflugplan 2020/2021 eingesetzten Boeing 787 kommen werden ist noch nicht bekannt, allerdings werden diese voraussichtlich mit eigenen Crews von TuiFly betrieben werden, denn die Airline musste sich vor der Ankündigung der Langstrecken mit den Piloten über die Vertragsbedingungen einigen. 

Momentan plant TuiFly einen eher langsamen Einstieg in das Langstreckengeschäft mit zwei Boeing 787, allerdings hat man schon angekündigt, dass man die Kapazitäten und den Markteinstieg auch beschleunigen könnte, sollte es hier zu Verschiebungen am kommen. 

Was man bei TuiFly damit meint: Sollte der Verkauf von Condor doch nicht erfolgreich sein und der größte deutsche Ferienflieger muss nach der Insolvenz der Muttergesellschaft wiedererwartend doch den Flugbetrieb einstellen, würde man bei TuiFly wohl in die Lücke springen. 

TuiFly will ab nächstem Jahr Langstrecken ab Deutschland fliegen | Frankfurtflyer Kommentar

Es ist durchaus interessant, dass TuiFly nun doch selbst Langstrecken ab Deutschland anbieten will. Dies ist vermutlich mehr eine strategische Entscheidung, als das Ziel mit den Flügen nennenswerte Einnahmen zu erzielen. 

Gerade der Markt auf den touristischen Langstrecken ist nicht einfach und entsprechend gibt es hier auch in den letzten Jahren einige Verschiebungen. Air Berlin ist als Airline in die Karibik weggefallen und die Zukunft von Condor ist ungewiss. 

Mit der Entscheidung eigene Langstrecken anzubieten, kann Tui selbst ein durchgängiges Produkt unter eigener Marke bieten und man bleibt von den Problemen andere Anbieter unabhängiger. 

Spannend finde ich nun vor allem, wie das von Tuifly angebotene Produkt auf der Langstrecke aussehen wird. Wie wird man die modernen Dreamliner ausstatten? Wird man wie Condor eine Business Class anbieten, welche bei Kreuzfahrtpassagieren durchaus nachgefragt ist? Oder wird man sich eher als Low Cost Airline positionieren, bei welcher man Mahlzeiten kaufen muss?

Spannend ist auf jeden Fall zu sehen, dass eine neue Airline in Deutschland nun bald Langstrecken startet. 

Danke: Aerotelegraph 

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