United streicht Loungezugänge für Star Alliance Gold Mitglieder in Economy

Dass US Airlines nicht immer die Krönung der Schöpfung sind, wenn es um Service geht, haben vermutlich viele USA Reisende und Vielflieger schon mitbekommen, aber die neuste Änderung bei United Airlines bezüglich der Loungezugänge lässt sich nur als unfein bezeichnen. 

United Airlines hat am 1. Januar 2020 heimlich still und leise die Loungezugänge für Star Alliance Gold Mitglieder gestrichen, welche in der Economy oder Premium Economy Class reisen. Diese hatten Zugang, wenn vor dem Flug nur eine Vertragslounge, aber keine Star Alliance Gold Lounge zur Verfügung stand. 

Passagiere in der Polaris Business Class erhalten weiterhin Zugang zu einer Lounge, auch wenn hier eine Vertragslounge genutzt wird. 

Star Alliance Gold Mitglieder haben weiterhin, auch mit einem Flug in der United Premium Plus oder United Economy Class Zugang zu den Star Alliance Gold Lounges, aber nicht mehr zu von United Airlines bezahlten Vertragslounges. Besonders in Europa oder Asien kann es erstaunlich oft vorkommen, dass keine Star Alliance Gold Lounge zur verfügung steht. 

An folgenden Standorten dürfen Star Alliance Gold Mitglieder ab sofort keine Lounge mehr vor Flüge mit United Airlines in der Economy Class oder Premium Economy Class nutzen: 

  • Amsterdam: Aspire Lounge
  • Barcelona: Sala Miro
  • Delhi: Plaza Premium Lounge
  • Edinburgh: Aspire Lounge
  • Fukuoka: Sakura Lounge
  • Glasgow: Upperdeck Lounge
  • Lima: Sumaq VIP Lounge
  • Madrid: Saba Cibeles Lounge
  • Mailand-Malpensa: Club SEA Pergolesi
  • Mumbai: Mumbai Airport Lounge
  • Osaka: Asuka Lounge
  • Quito: VIP Lounge
  • Rio de Janeiro: Sala VIP GOL
  • Rom: Casa Alitalia Roma
  • Shannon: Rineanna Executive Lounge
  • Venedig: Marco Polo Club

Warum ändert United diese Regelung? 

An Standorten, an welchen es keine Lounge von United Airlines oder einer Star Alliance Airline gibt, muss United Airlines eine Vertragslounge nutzen, welche von einem Drittanbieter angeboten wird. Hierbei muss für jeden Loungezugang bezahlt werden und zwar von United Airlines.

Bei einer Star Alliance Gold Lounge ist dies anders, den hier zahlt nicht United Airlines den Loungezugang, sondern die Airline oder das Vielfliegerprogramm, welches die Star Alliance Gold Karte des Passagiers ausgegeben hat. 

In Folge dessen kostet es United Airlines kein Geld, wenn ein Star Alliance Gold Member eine Star Alliance Lounge nutzt (außer bei Mileage Plus Vielfliegern). Bei der Nutzung einer Vertragslounge, werden United Airlines die Lounge Kosten allerdings in Rechnung gestellt und man erhält von den Vielfliegerprogrammen oder der Star Alliance keine Kompensation. 

Die Regelung, dass auch Star Alliance Gold Passagiere eine Vertragslounge vor dem Abflug nutzen dürfen ist übrigens reine Kulanz, allerdings wird dies von fast allen Airlines in der Star Alliance so praktiziert. Anspruch auf die kostenlose Nutzung einer Partnerlounge gibt es nicht. 

United streicht Loungezugänge für Star Alliance Gold Mitglieder in Economy  | Franfurtfyer Kommentar

Es ist wirklich eine sehr schwache Leistungen von United Airlines, dass man nun Star Alliance Gold Member aus den Vertragslounges aussperrt! Auch wenn es nach der Regelwerk der Star Alliance nicht zwingend nötig ist, dass man des anbietet, zeigt es doch den Stellenwert eines Star Alliance Gold Mitgliedes bei United Airlines.

Die Airline hat traditionell eine sehr eigene Einstellung zu Lounge Zugängen. So sperrt man die eigenen Vielflieger aus den United Clubs aus, erlaubt aber Star Alliance Gold Member anderer Allianzen den Zugang, denn immerhin bekommt man für diese auch Geld von den Partnern.

Danke: Travel-dealz

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4 Kommentare

    • Die Star Alliance Lounge in Amsterdam und auch die Lufthansa Lounge in MXP befindet sich im Schengen Bereich. In MXP kommt man garnicht so ohne weiteres zur LH Lounge mit einem UA Ticket und in Amsterdam kann es über 45 Minuten von der Star Alliance Lounge zum UA Gate dauern. Wirklich gut ist das alles nicht.

  1. Das mit dem Lounge Zugang innerhalb der USA ist aber nicht nur bei AA so. Und UA sowie AA verkaufen da ja ihre Club Mitgliedschaften, was der Hauptgrund dafür sein dürfte. Das ist bei AA auch nicht anders, dass ich als BA Gold sogar vor einem ultra kurzen Hüpfer die Flagship Lounge nutzen kann und ein AA Executive Platinum nicht. Ich wüsste nur bei Alaska, bei denen man mit Business Ticket überhaupt inneramerikanisch in eine Lounge kommt.
    Bei Vertragslounges hat Oneworld manchmal auch recht eigene Regeln. Ist halt so, dass man mit Eco Ticket nicht überall in eine Lounge kommt.

  2. Diese Woche bin ich noch nicht einmal in die United-Lounge in Austin gelassen worden:
    Senator bzw. StarAlliance Gold, kam mit LH in Business aus Frankfurt und hatte einen UA Anschluss in Economy. Am Empfang der UA-Lounge sagte man mir, Zugang hätte man nur bei einem interkontinentalen Flug, nicht bei inneramerikanischem Anschluss. Freundliches Nachfragen hat nicht geholfen, ein weiterer Mitarbeiter des Empfangs bestätigte das.
    Da mein AufenthLT nicht sehr lang war, habe ich es dabei belassen – aber mich schon ein wenig geärgert.

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