WOW: Turkish Airlines bietet mehr USA Flüge als vor der Pandemie an

Turkish Airlines ist vermutlich nicht die Airline an die viele in Zentraleuropa denken, wenn es um USA Flüge geht, denn der Umweg über Istanbul verlängert die Reisezeit durchaus erheblich. Turkish Airlines hat sich auch sehr gerne als Schnittstelle nach Asien und Afrika für Europa präsentiert, aber natürlich war auch Nordamerika für die Airline wichtig, wenn auch nicht ganz in dem Maße wie für Airlines wie British Airways oder auch Lufthansa.

Nun konnte Turkish Airlines aber auch von dem schwachen Angebot an USA Flügen von den Airlines in Zentraleuropa profitieren und hat das Angebot an USA Flügen auf satte 88 Flüge pro Woche gesteigert, was mehr ist, als noch vor der Pandemie.

So fliegt man zu insgesamt neun Zielen und teilweise auch zweimal pro Tag. Vor allem das Sonnenziel Miami hat aktuell wohl eine recht hohe Nachfrage für Turkish Airlines und hier hat man nun die Frequenzen von 7 auf 10 Flüge pro Woche gesteigert.

Bis zu zweimal täglich fliegt man neben Miami auch nach New York, Los Angeles, Chicago und San Francisco. Bis zu einmal am Tag geht es noch nach Boston, Newark, Washington, Houston und Atlanta ab Istanbul.

Turkish Airlines hat auf den USA Flügen vor der Pandemie schon von sehr guten Auslastungen profitiert und in 2019 konnten hier im Schnitt 88,3% der Sitze gefüllt werden, was durchaus ein sehr guter Wert ist. Diese Auslastung hat man wohl noch nicht ganz wieder erreicht, allerdings ist man hier wohl sehr zuversichtlich, sonst würde man die Kapazitäten nicht derartig steigern.

70 Prozent aller USA Passagiere von Turkish Airlines sind auch Transitpassagiere und hier kommen sehr viele Reisende aus Osteuropa und z.B. auch aus Israel, sowie dem Nahen Osten. Die Passagierströme aus diesen Teilen der Welt gingen häufig über Zentraleuropa, allerdings ist dieser Reiseweg aufgrund der massiv gekürzten USA Flüge aus dem Schengen Raum sehr beschwerlich geworden.

Hier haben sich die Passagierströme nun verlagert und viele Passagiere fliegen über Istanbul. Gerade Istanbul ist für viele Menschen aus Südosteuropa oder auch Israel sehr schnell und einfach zu erreichen, sodass dies kein großer Umweg ist. Für diese Länder gibt es auch keinen Travel Ban für die USA und gerade in den USA fährt das Leben wieder hoch, sodass auch Reisen mehr gefragt sind.

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Die USA waren für Turkish Airlines nicht der wichtigste Markt vor der Pandemie, hier war wohl Asien bedeutender, allerdings ist es durchaus beeindruckend zu sehen, wie bedeutend die USA nun geworden sind. Hier kann man in der Türkei nun ganz offensichtlich von dem wieder anlaufenden Flugbetrieb in die USA und dem gleichzeitig noch bestehenden Travel Ban für den Schengen Raum profitieren.

Spannend wird es, was passiert, wenn die Airlines aus dem Schengen Raum wieder die Kapazitäten hoch fahren, wenn der Travel Ban endlich fällt. Hier könnte ein Preiskampf über dem Nordatlantik resultieren, welcher für Passagiere durchaus von Vorteil sein kann.

Danke: Simpleflying

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4 Kommentare

  1. Hoffentlich wird für uns Deutsche bald der amerikanische „Travel Ban“ aufgehoben!
    Das Konkurrenz das Geschäft beeinflusst ist marktwirtschaftlich gut.
    Freue mich schon auf die „günstigen Preise“ nach USA und wenn es sein muss, via IST (Istanbul), in der Business oder First Class.

    • Ich bin recht zuversichtlich, dass hier in den kommenden Wochen etwas passiert. Vermutlich nicht ganz ohne auflagen, aber wenn man mit Test oder Impfung einreisen darf, ist das ja ein großer Fortschritt.

      Ich könnte mir vorstellen, dass die Preise ab den üblichen Verdächtigen in Osteuropa wie Sofia recht günstig werden in den kommenden Monaten.

  2. Turkish Airlines scheint momentan irgendwie mit der IT zu kämpfen. Nach Mitteilungen über Flugplanänderungen – kann vorkommen – sind die Änderungen durchaus noch nicht dort angekommen, wo man die Buchung selbst verwalten kann, für die Sitzwahl beispielsweise. Man kann dann die bereits angekündigten Änderungen durchaus nochmals eingeben, dabei geht aber die C-Buchung verloren und ändert sich in „Economy preferred“, was auch immer das bedeuten mag.

    Nun gut, drei S-Bahnstationen bis zum Flughafen, mal schauen, wie man das vor Ort sieht. Der Flughafen kommt ja langsam wieder in Schwung.

  3. Sorry, aber ich werde nie mit denen fliegen.
    Selbst geschenkt würde ich dankend ablehnen, denn so lange die sich in der Türkei nicht grundlegend ändern was Menschenrechte angeht, verzichte ich freiwillig.
    Da habe ich klare Prinzipien und habe noch einige andere Länder auf meiner Liste.

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