Review: Thai Airways First Class Boeing 747-400 Bangkok nach Hongkong

Nach unserer Nacht im DoubleTree machten wir uns recht frühzeitig auf den Weg zum Flughafen und waren fast drei Stunden vor Abflug am Flughafen in Bangkok für unseren Thai Airways First Class Flug in der Boeing 747-400 nach Hongkong. Grundsätzlich macht es natürlich nur bedingt Sinn, auf einem Flug, welcher nur etwas über zwei Stunden dauert, First Class zu buchen. Allerdings hat das Ticket nur 10.000 Meilen mehr gekostet und besonders der Thai First Class Service am Flughafen in Bangkok, sowie die Thai First Class Lounge waren mir die wenigen zusätzlichen Meilen absolut wert.

Alleine wegen dem absolut reibungslosen Check In und dem tollen Aufenthalt in der Royal First Lounge. Wir wurden von einer Thai Mitarbeiterin aus der Lounge zum Gate begleitet. Hier war das Boarding schon im vollem Gange und wir wurden an der Schlange vorbeigeführt und konnten direkt in unsere Boeing 747-400 nach Hongkong einsteigen.

Bis zu diesem Zeitpunkt konnte der gesamte Service absolut als First Class beschrieben werden. Leider änderte es sich im Flugzeug, denn die für die First Class zuständige Flugbegleiterin hatte heute wohl nicht wirklich Lust ihre Arbeit ordentlich zu machen.

Auch wenn ich hier natürlich der Review voraus greife, ich habe direkt nach diesem Flug einen Beitrag geschrieben, wie wichtig die Crew für einen angenehmen Flug ist, besonders in der First Class. Wer diesen Beitrag schon einmal lesen möchte, kann dies hier tun. 

Thai Airways First Class Boeing 747-400 |  Kabine & Sitz

In den Thai Airways Boeing 747-400 sind inzwischen neun First Class Sitze in der Nase erbaut. Dabei befinden sich an den Fenstern je drei Einzelsitze, sowie ein weiterer Einzelsitz in der Mitte der Kabine.

In der dritten Reihe befindet sich in der Mitte noch ein zweites Sitzpaar, welches sich besonders für zusammenreisende Paare anbietet. Hier haben Nicole und ich auch Platz genommen.

Der Thai Airways First Class Sitz in der Boeing 747-400 ist, wie im Airbus A380 auch eine halboffenen Suite, welche sich nicht mit einer Tür verschließen lässt. Allerdings sitzt man bei Thai auch sehr privat und nimmt nur sehr wenig von seiner Umwelt wahr. Auch bin ich persönlich kein allzu großer Fan von komplett geschlossenen Suiten.

Ein Nachteil der Paarsuite in der Mitte ist allerdings, dass der Fußbereich ein wenig schmaler ist und man so geringfügig weniger Platz hat, als auf den anderen Sitzplätzen. Für einen knapp drei Stunden Flug nach Hongkong stellt dies allerdings absolut kein Problem dar.

Auch kann man zwischen den Mittelsitzen eine Trennwand hochfahren, sollte man neben einer fremden Person sitzen. In diesem Fall ist man dann auch sehr privat und bekommt nur wenig von seinem Nachbarn mit.

Wir haben dies unfreiwillig getestet, als sich die Trennwand plötzlich nach oben gefahren hat und nicht mehr senken ließ. Hier hatte sich wohl die Elektronik des Sitzes aufgehängt, denn an meinem Sitz ließ sich auch nichts mehr verstellen. Grundsätzlich ist dies natürlich kein großes Problem und so etwas kann immer einmal vorkommen.

Nachdem ich die Flugbegleiterin allerdings zwei mal auf das Problem hingewiesen hatte und sie hierauf nicht reagierte senkte sich allerdings meine Laune deutlich. Der vorbeilaufende Purser nahm sich dann allerdings der Sache sehr schnell an und führte einen Reset meines Sitzes durch, was das Problem löste.

Direkt hinter der First Class Kabine befinden sich zwei Waschräume für die First Class, diese unterscheiden sich nur unwesentlich zu normalen Flugzeugtoiletten. Einzig die Amenitys in den Bädern, wie verschiedenen Parfüms, Cremes und Zahnbürsten, werteten die Toiletten auf.

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Thai Airways First Class Boeing 747-400 | Service

Am Boden gab es noch ganz klassisch ein heißes Tuch, eine kleine Schachtel Schokolade und natürlich auch ein erstes Getränk. Wie bei Thai üblich, wurde der Don Perignon sehr aktiv angeboten. Aber auch dem Wunsch nach einem Wasser von Nicole wurde natürlich nachgekommen.

Den Getränkeservice am Boden führte übrigens der Purser durch.

Auch wurden am Boden schon die Menükarten verteilt und die Essenswünsche abgefragt. Besonders gut gefällt mir bei Thai, dass die Menükarten in einer Mappe gereicht werden.

Nach dem Start in Bangkok wurde uns beiden erst einmal ein Glas Champagner serviert. Wie auch schon vor dem Start wurde dieser vom Purser serviert, der dies regelrecht zelebrierte. Leider war der Mann nach dem ersten Champagner Service nicht mehr in der First Class anzutreffen, was dem gesamten Flugerlebniss sicherlich gut getan hätte.

Nach dem Champagner wurde auch recht schnell mit dem eigentlichen Service begonnen. Ich will hier nicht mehr all zu viel über unsere „Prinzessin von Bangkok“ schreiben, welche einfach keine Lust hatte, an diesem Tag ihre Arbeit zu machen.

Wenn aber auf die Frage nach Wasser mit „not yet! later!“ geantwortet wird und man nicht einmal einen vollständigen Satz formuliert, dann ist dies leider eine herbe Enttäuschung und dies nicht nur in der First Class. Wer mehr hierüber lesen möchte, kann dies hier tun. Im weiteren Verlauf der Review will ich den Verlauf eines Thai Airways First Class Fluges von Bangkok nach Hongkong beschreiben.

Zu Beginn wurde der Tisch eingedeckt und neben einem weiteren Glas Champagner auch ein heißes Tuch gereicht.

Grundsätzlich gefallen mir die Details wie der eigene Brotkorb und auch die Salz- und Pfefferstreuer. Leider hat man es versäumt, diese aus seiner Plastikhalterung zu nehmen beim Eindecken. Naja die „Prinzessin von Bangkok“ eben. Aber das wollte ich ja lassen.

Die Suppe zur Vorspeise war eine wirklich positive Überraschung und hat sehr gut geschmeckt.

Ich habe mich für das Thai Menü entschieden. Hier wurde als Vorspeise ein Salat mit Garnelen gereicht, auch wenn diese eigentlich Teil des Hauptganges waren.

Der thailändische Hauptgang war auch wieder wirklich lecker und ein überraschend großes Menü für einen derart kurzen Flug.

Nach dem Hauptgang wurden nacheinander ein kleiner Käsegang und ein Dessert serviert. Beides war völlig in Ordnung, allerdings auch nicht das Highlight des Essens.

Nach dem Essen wurde mir von dem Flugbegleiter, welcher in der Galley während des Services gekocht hat ein Kaffee angeboten. Auf meine Frage nach einem Cappuccino, hat man sich Entschuldung, dass man leider in der Boeing 747 keine Milch aufschäumen könne und es daher nur instant Cappuccino gebe.  Dennoch kein Problem.

Generell war der zweite Flugbegleiter, welcher in der Galley das Essen vorbereitet hat, extrem freundlich und nach dem Service auch sehr aufmerksam. So wurde mir mein Glas ab diesem Moment permanent aufgefüllt. Schade, dass man den Herrn in der Galley versteckt hat. Unsere „Prinzessin von Bangkok“ hat übrigens nach dem Essen in der Galley eine Zeitung gelesen.

Nach dem Essen hatten wir noch etwa eine Stunde bis zur Landung in Hongkong, wo wir an diesem Abend pünktlich gelandet sind.

Thai Airways First Class Boeing 747-400 | Frankfurtflyer Kommentar

Ich habe wohl noch nie eine so negative Review geschrieben, was dem Produkt ein wenig ungerecht wird! Grundsätzlich gibt es nur wenige Flüge unter drei Stunden, auf denen man so bequem fliegen kann. Allerdings hat die Dame in der First Class uns einfach nicht das Gefühl gegeben, dass man an Bord willkommen ist und uns so das Flugerlebnis doch deutlich verhagelt.

Dass es auch anders geht, habe ich auf meinem Thai First Class Flug in der 747-400 nach Seoul  oder auch auf dem Thai Airways First Class Flug im Airbus A380 von Paris nach Bangkok, gemerkt. Auch Tim war von seinem Thai Airways First Class Flug nach Tokyo in der 747 sehr glücklich. Demnach war unser Erlebnis wohl eher ein Einzelfall, als die Regel.

Schon alleine wegen des tollen Bodenservice in Bangkok und dem besseren Sitz, waren die 10.000 Meilen sicherlich extrem gut investiert. Ich würde diesen Flug auch so wieder buchen, wenn es sich anbietet. Allerdings würde ich auf eine andere Flugbegleiterin hoffen.


Dieser Tripreport besteht aus folgenden Teilen:

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