Review: United Airlines Business Class Boeing 767-300er Houston nach München

Nach meinem zum Glück recht kurzen Aufenthalt im United Club machte ich mich auf den Weg zu meinem United Airlines Business Class Flug in der Boeing 767-300er nach München. Bei der United Airlines Business Class muss man auch nach der Einführung der neuen United Polaris zwischen den ehemaligen United Airlines und den ehemaligen Continental Airlines Flugzeugen unterscheiden. Besonders der angebotene Sitz unterscheidet sich deutlich. Die „ehemalige United Airlines Business Class“ habe ich bereits vorgestellt. In dieser Review handelt es sich um die „ehemalige Continental Airlines Business Class“.

Am Gate hatten sich, wie vor jedem United Airlines Flug, bereits große Schlangen gebildet, obwohl das Boarding noch nicht begonnen hatte. Allerdings boardet United sehr strickt nach Gruppen, sodass man als Gast der United Business Class immer mit Gruppe 1 als Erster einsteigen kann. Auch wenn es aufgrund der Traube von Menschen recht chaotisch aussieht, funktioniert es meistens recht gut. Allerdings müsst Ihr Euch ab und an durch aktives Anstehen ein wenig den Weg zum Gate freikämpfen.

United Airlines Business Class Boeing 767-300er | Kabine & Sitz

Die Kabine der „ehemaligen Continental Airlines“ United Airlines Boeing 767-300er hat eine recht interessante Kabine. Die 30 Business Class Sessel sind in sechs Reihen in einer 2-1-2 Bestuhlung angeordnet.

Für Alleinreisende ist grundsätzlich ein Einzelsitz in der Mitte eine gute Wahl, da man hier ohne Sitznachbarn alleine sitzt.

Allerdings finde ich bei den Mittelsitzen die Gänge rechts und links neben dem Sitz beim Schlafen immer ein wenig störend. Daher war ich froh, in Reihe sechs einen Fensterplatz kurz vor dem Abflug wählen zu können, allerdings habe ich dies nur getan, da der Sitz neben mir frei bleiben sollte und die Business Class nicht komplett ausgebucht war. Grundsätzlich würde ich diese Plätze allerdings zusammenreisenden Passagieren empfehlen.

Der United Airlines Business Class Sitz in den „ehemaligen Continental Flugzeugen“ ist technisch dem Lufthansa Business Class Sitz sehr ähnlich. Allerdings sind die Sitze von United deutlich mehr „umbaut“. Somit ist man zwar besser von seinem Umfeld abgeschirmt, allerdings fühlt man sich auch ein wenig mehr eingeengt als bei Lufthansa mit dem sehr offen gestalteten Business Class Sitz.

Der Sitz ist, wie man es von einer modernen Business Class erwartet, full flat, lässt sich also 180° flach stellen. Wie meistens in der Business Class erreicht man dies durch eine etwas ineinander verschachtelte Anordnung der Sitze. Die führt bei der United Airlines Business Class zu einem Recht kleinen Fußfach, welches am Vordersitz angebracht ist.

Sehr praktisch finde ich allerdings das kleine Schuhfach unter dem Vordersitz. Stiefel sollte man allerdings nicht tragen, wenn man diese hier unterbringen will.

Natürlich verfügt der United Business Class Sitz über einen großen Bildschirm mit einem persönlichen In Flight Entertainment System (IFE). Hier kann jeder Passagier sein Programm aus Serien, Filmen, Spielen oder Musik selbst zusammenstellen. Das IFE ist dem der Boeing 777-200 identisch, welche ich bereits in dieser Review vorgestellt habe.

Die Kopfhörer, welche United Airlines in der Business Class anbietet sind übrigens recht gut. Allerdings habe ich mich wie immer auf meine Bose IQ 25 verlassen, welche eine hervorragende Tonqualität bieten und Umweltgeräusche fast vollständig wegfiltern.

Neben jedem Sitz befindet sich ein 110 Volt Stromanschluss, sowie ein USB Anschluss zum Laden von eigenen elektronischen Geräten. Die Position der Stromanschlüsse finde ich direkt neben der Kopfstütze übrigens recht angenehm.

 

In der Mittelarmlehne befindet sich neben der Sitzverstellung auch der ausklappbare Tisch. Dieser ist überdurchschnittlich stabil, was immer sehr positiv zu bewerten ist.

United Airlines Business Class Boeing 767-300er | Der Service

Ein Nachteil der United Airlines Boeing 767-300er ist leider, dass man immer über die vordere Tür boardet, sodass alle Passagiere durch die Business Class durchlaufen müssen. Trotz der vielen Passagieren in den Gängen wurde ich kurz nachdem ich mich gesetzt hatte, nach meinem Getränkewunsch gefragt. Mein bestellter Gin&Tonic wurde auch noch während des Boardings von der Flugbegleiterin geliefert, wobei sie sich sichtlich zu mir nach hinten kämpfen musste. Wie bei United Airlines üblich gibt es am Boden nur Plastikbecher.

Nachdem das Boarding beendet war, wurden noch Tageszeitungen und Amenity Kits verteilt. Der Inhalt der United Airlines Amenity Kits ist auch als recht vollständig zu bezeichnen.

Auch eine Menükarte wurde beim Rollen zur Startbahn bereits verteilt und die Wünsche für den Hauptgang wurden aufgenommen. Ich habe mich für das Rinderfilet entschieden.

Nach einer recht langen Taxi Zeit zur Startbahn sind wir mit leichter Verspätung gestartet und hatten dabei noch einen fantastischen Blick auf den riesigen Flughafen von Houston.

Noch bevor die Anschnallzeichen ausgeschaltet wurden, verteilten die Flugbegleiter warme Tücher und begannen mit den Servicevorbereitungen.

Zu Beginn werden, wie bei United Airlines üblich, warme Nüsse verteilt. Diese wurden allerdings an alle Passagiere mit Eiswasser serviert, bevor die eigentlichen Aperitifwünsche abgefragt wurden. Mein anschließend bestellter Gin&Tonic wurde allerdings sehr schnell gebracht.

Der Tisch wurde sehr zügig von einem Servierwagen herunter eingedeckt. Neben dem Brotkorb wurde auch direkt die Vorspeise auf meinen Tisch gestellt. Der Schinken und Melone Starter war durchaus gut, wobei natürlich auch sehr einfach.

Der anschließende Salat Service wird bei den „ehemaligen Continental Crews“ immer von einem Servierwagen herunter als eigener Gang serviert. Hierbei fragt der Flugbegleiter nach dem Soßenwunsch. Die „ehemaligen United Crews“ servieren den Salat übrigens immer zusammen mit der Vorspeise auf einem Tablett.

Als Hauptgang habe ich mich für das Rinderfilet entschieden. Dieses war sogar, mit etwas Fantasie, noch leicht rosa in der Mitte. Für ein Business Class Steak war es wirklich gut, wenn auch natürlich nicht mit einem Steak am Boden zu vergleichen.

Zu meinem Rinderfilet habe ich mir noch einen Rotwein bestellt. Bei einem Glas Rotwein und einem tollen Ausblick wird einfach jedes Essen zum Highlight.

Der Käseteller wird bei United als eigener Gang serviert.

Das klassische United Airlines Dessert ist immer Eiscreme. Die Eisbecher werden vor dem Fluggast individuell mit verschiedenen Soßen und anderen Toppings vorbereitet.

Während kurz über New York die Sonne untergegangen ist, habe ich meine Sitz flach gestellt und über sechs Stunden geschlafen.

Etwas über eine Stunde vor München bin ich pünktlich zum Frühstücksservice wieder aufgewacht. Zum wach werden wurde mir zu meinem bestellten Kaffee auch ein Glas Cranberrysaft serviert.

Das Frühstück wird komplett auf einem Tablett serviert. Dabei hatte ich die Wahl zwischen Omelett und Müsli. Ich habe mich für das Texas style Omelett entschieden. Die Eierspeisen waren auch vollkommen in Ordnung und insbesondere gut gewürzt, was im Flugezug immer eine gute Sache ist.

Nachdem mein Frühstück wieder abgeräumt war und ich mich umgezogen hatte, befanden wir uns auch schon im Landeanflug auf München, wo wir pünktlich gelandet sind.

United Airlines Business Class Boeing 767-300er | Frankfurtflyer Kommentar

Mein Flug in der United Airlines Business Class von Houston nach München war durchaus sehr angenehm, insbesondere da ich sehr gut geschlafen habe. Bei United Airlines muss man immernoch zwischen mehreren Sitzprodukten unterscheiden. So gibt es ehemalige United und ehemalige Continental Flugzeuge wie dem hier gezeigten. Mit der Umrüstung auf die United Polaris Sitze wird man erst in einigen Jahren ein einheitliches Sitzprodukt bei United Airlines vorfinden.

Besonders beim Service gibt es bei den Crews von United Airlines eine sehr große Bandbreite. So war die Crew auf diesem Flug immer freundlich und arbeitete sehr schnell, allerdings legte man kein nennenswertes Augenmerk auf Dinge, wie die Präsentation der Speisen, was ich immer sehr schade finde.


 Dieser Reisebericht besteht aus folgenden Teilen:

 

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