Delta Airlines will mehr Business Class Service in die Economy Class bringen

„Chicken or Beef“ oder in vielen Fällen auch „do you want to eat?“, das sind die erwarteten Fragen, wenn es um den Service in der Economy Class geht. Delta Airlines möchte ab Herbst hier einen ganz neuen Weg gehen und den Economy Class Service deutlich aufwerten. Hierfür will man mehr Business Class Service in die Economy Class bringen.

Ein dreigängiges Menü bei dem Vorspeise, Hauptspeise und Dessert getrennt serviert und einzeln wählbar sind, Begrüßungsdrinks noch vor dem Start, heiße Tücher, Tischdecken, Menükarten und Amenity Kits. All dies sind eigentlich Dinge die man in der Business Class zwar erwartet, aber in der Economy Class schon seit Jahrzehnten nicht mehr bekommen hat.

Delta Airlines möchte nun aber genau diesen Service auch wieder in die Economy Class bringen und so das Produkt auch in den hinteren Reihen spürbar aufwerten. Nach mehreren Monaten auf Testflügen wird der neue aufgewertete Delta Economy Class Service ab November diesen Jahres auf allen internationalen Langstreckenflügen bei der größten Airline der Welt verfügbar sein.

Dieser neu entwickelte Service ist aus einer Projektgruppe von 24 echten Flugbegleitern entstanden, welche sich überlegt haben, wie man den Service in der Delta Economy Class attraktiver gestalten kann. Auf über 14.000 Flugstunden hat man das Konzept anschließend verfeinert und auch das Feedback von 1.800 Passagieren mit einfließen lassen.

Der neue „Business Class like“ Service von Delta Airlines in der Economy Class

Auch wenn man sicher keinen vollen Business Class Service in der Economy Class erwarten darf, werden hier viele Aspekte aus der Premium Kabine aufgegriffen. So wird Delta Airlines noch vor dem Start einen Cocktail zur Begrüßung servieren, sowie heiße Tücher.

Bei dem Cocktail handelt es sich um einen Bellini, also Champagner mit Pfirsichmark, oder eine alkoholfreie Alternative.

Besonders beim Dinner/ Lunch Service hat sich Delta wirklich etwas überlegt, was auf den Testflügen auch schon sehr gut von den Passagieren angenommen wurde. Hier wird der Tisch wie in der Business Class mit einer Tischdecke und Besteck eingedeckt, wenn die ersten Häppchen serviert werden.

Anschließend können sich Passagiere Ihr dreigängiges Menü selbst zusammenstellen und aus verschiedenen Vorspeisen und Hauptspeisen frei wählen.

Auch wenn das folgende natürlich ein Werbefoto ist, sieht es tatsächlich deutlich ansprechender aus, als das übliche Tablett.

Bei den angebotenen Speisen will man sich übrigens von den Rezepten inspirieren lassen, welche man bereits aus der Delta one Business Class kennt.

Das Dessert zum Abschluss des Essens wird separat mit dem Kaffee und Tee serviert.

Zum Abschluss eines jeden Fluges soll es dann noch einmal heiße Tücher und Schokolade zum Abschied geben.

Delta Airlines hat ein kurzes Video produziert, in welchem man einen sehr guten Eindruck von dem neuen Economy Class Service bekommt. Man merkt schon, dass hier ab November bei Delta Airlines einiges anders in der Economy Class laufen wird. Natürlich ist es ein Werbevideo, aber es gibt einen guten Eindruck darüber, was geplant ist.

Delta Airlines will mehr Business Class Service in die Economy Class bringen | Frankfurtflyer Kommentar

Es ist schon beeindruckend was Delta hier vor hat und schön zu sehen, dass auch in das Produkt im hinteren Teil der Kabine investiert wird. In den letzten Jahren wurde die Economy Class immer wichtiger und Airlines verdienen hier inzwischen auch Geld an den Kunden und nicht mehr nur einen Deckungsbeitrag.

Interessant finde ich, dass es nun eine US Airline ist, die solch einen aufwendigen Service in der Economy Class bringt. Gerade in den USA herrscht das Vorurteil, dass die Flugbegleiter meist sehr demotiviert sind und den Service so kurz wie möglich halten wollen.

Delta hat es schon seit Jahren geschafft, ihre Mitarbeiter gut zu motivieren und ich könnt mir sehr gut vorstellen, dass es auch vielen Flugbegleitern in der Economy Class Spaß macht einen Service anzubieten, an welchem sich die Passagiere erfreuen.

Wie sich dieser neue deutlich aufgewertete Service in der Praxis macht bleibt abzuwarten. Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt.

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5 Kommentare

    • Da hast du recht und es würde auch mehr Sinn machen… Delta spricht teilweise von pre Takeoff in der Pressemeldung, wobei ich davon ausgehe, dass man erst nach dem Start wirklich Zeit für sowas hat.

  1. Sieht ja schon mal gut aus und heute lautet die Frage meistens nicht Chicken or Beef? sondern eher: Chicken or Pasta. Verkochter Matsch ist es am Ende meistens sowieso und nicht wirklich voneinander zu unterscheiden.
    Wenn es tatsächlich so kommt, ist es ein Schritt in die richtige Richtung und die Passagiere werden auch einen Euro mehr bezahlen, wenn das Produkt stimmt. Die Spargrenze scheint erreicht zu sein.

    Was natürlich noch interessant ist: die berühmten Herzen von Airberlin könnten nun woanders in abgewandelter Form ihre Auferstehung feiern. 😉

  2. Naja, ich denke eher, wenn alle Airlines einen schlechten Service in der Eco haben, sagen sich die Leute, dass man sofort einen Low-cost Flieger buchen kann, da es ja in Y keinen Unterschied macht. Mehr Service ist immer zu begrüßen und dafür zahle ich gerne. Buche z.B. immer mit Koffer, auch wenn es nur der Trolley wird, damit man die Handy frei hat. Der Begriff Handgepäck ist heute ja schon bei einigen Passagieren sehr weit ausgelegt.

  3. Platz wäre mir lieber.
    Der genannte Service kostet auf alle Fälle. Wie die Kosten nun erhoben werden, kann man der Beschreibung nicht entnehmen. Vielleicht sind das Wahlleistungen, vielleicht soll das auch für alle Y-Passagiere so gehandhabt werden.

    Einverstanden, als Wahlleistung kann ich schlechterdings exklusiv einen zwei Zentimeter breiten und 5 cm längeren Sitz buchen.

    Geht es aber darum, dass die Mehzahl der Passagiere bei einer Nicht-Billigfluggeselschaft nach Jahren des „Geiz ist geil“ bereit ist, wieder etwas mehr zu zahlen, dann wäre mir persönlich die Verpflegung nicht wichtig. Ist mit einem Essen im Restaurant ohnehin nicht vergleichbar, auch nicht in C, dafür ungleich teurer zubereitet. 10% mehr Platz für ein 10% teures Ticket wäre die bessere Option. Das ist so trivial formuliert natürlich eine Milchmädchenrechnung. Sowohl die Ticketpreise kennen Anteile, die nicht von den Fluggesellschaften beeinflusst werden als auch der Flug verursacht Kosten, die nicht proprotional zu Passagierzahl sind.

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