Dramatische Lage: British Airways hat nur noch 7,6% der Passagiere

Foto: British Airways

Gerade wenn es um Reisen geht, wird gerade wieder mehr und mehr möglich und viele Menschen reisen auch wieder. Dies führt zu dem Gefühl, dass sich die Branche schon wieder weitgehend erholt hat, aber dies ist noch lange nicht der Fall. Besonders für British Airways ist die Situation nach wie vor dramatisch, besonders aufgrund der massiven Reisebeschränkungen im Vereinigten Königreich, welche erst nach und nach gelockert werden.

Im zweiten Quartal 2021 konnte British Airways nur 7,6 Prozent der Passagiere befördern, welche man noch im selben Zeitraum in 2019 transportiert hat. Damit ist British Airways aktuell eine der am stärksten von der Pandemie getroffenen Airlines in Europa.

British Airways hat natürlich die Flüge deutlich zusammengestrichen um auf die schwache Nachfrage zu reagieren und im Q2/2021 hat man 85,9% weniger Flüge durchgeführt. Damit hat man das Flugangebot weniger gekürzt, als das Passagieraufkommen gefallen ist, was eine durchschnittliche Auslastung von nur 40,3% der Flüge zur Folge hatte. Mit solch einer Auslastung kann man erfahrungsgemäß kein Geld verdienen.

Verantwortlich für die sehr schlechte Situation von British Airways sind vor allem die Reiserestriktionen im Vereinigten Königreich. Neben einem Verbot von touristischen Reisen waren auch fast alle Reisenden verpflichtet sich bei Ankunft in England in Quarantäne zu begeben, sowie ein kostspieliges Testpaket zu buchen.

Diese Reiserestriktionen werden zwar gerade nach und nach zurück genommen, was zu einer gewissen Erholung bei British Airways führen sollte, aber vor allem der Travel Ban der USA ist ein Problem für die Airline. Keine andere Airline in Europa hat vor der Pandemie so viele Flüge in die USA angeboten und der Transatlantik Sektor war das bedeutendste Geschäft von British Airways. Ohne dass Flüge in die USA im großen Stil wieder möglich werden, wird sich die Airline nicht erholen können.

Welche Bedeutung die Reiserestriktionen der Regierung in London auf British Airways hatten sieht man insbesondere wenn man die Zahlen mit der Schwester Iberia vergleicht. Die Spanier konnten im Q2 2021 konnte man immerhin 1,82 Millionen Passagiere befördern, was einen Rückgang von 67,3% gegenüber 2019 bedeutet. Auch wenn diese Zahlen alles andere als gut sind, sind sie deutlich besser als die von British Airways.

Dramatische Lage: British Airways hat nur noch 7,6% der Passagiere | Frankfurtflyer Kommentar

Die Luftfahrt ist nach wie vor weit davon entfernt sich vollständig erholt zu haben, aber es geht endlich wieder bergauf. Hierbei geht die Erholung aber unterschiedlich schnell und ist besonderes von den regionalen, länderspezifischen Reisebeschränkungen einher. Hier wurde British Airways von den extrem strikten Regeln in UK schwer getroffen.

Spannend wird vor allem der Winter, denn wenn es hier noch einmal zu vergleichbaren Einschränkungen wie im letzten Winter kommt, wird es für Airlines zu einem sehr großen Problem. Allerdings darf man optimistisch sein, dass es durch die hohen Impfquoten zumindest in Europa doch deutlich anders sein wird, als noch letztes Jahr.

Danke: Simpleflying

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9 Kommentare

  1. Leider wird die Politik unter dem Jubel der gleichgeschalteten Medien alles dran setzen, dass wieder massive Grundrechtsverletzungen möglich sind. Man hofft ja geradezu, dass endlich eine Variante auftaucht, gegen die die Impfstoffe nicht wirken. Dann kann man die Bevölkerung weiter wegsperren. Honecker wäre stolz darauf.

        • Lasst es gut sein. Solange Christoph die Kommentare aushält …
          Ich glaube, das ist ganz schön stressig.

          Ich habe so einen Menschen im engsten Familienkreis. Er sucht sich aus Youtube, facebook & Co. die Beiträge heraus, die gerade zum erwünschten Weltbild passen. Das ist absolut kein Kunststück, man findet leicht, was man sucht.
          Diskussionen sind absolut zwecklos. Ich habs spasseshalber einmal mit der Methode versucht: „Behaupte irgendetwas, meinethalben, die Erde ist ein Dreieck und ich suche Dir in den genannten Medien den felsenfesten Nachweis für diese Behauptung heraus.“ Gut, mit dem Dreieck hätte es jetzt vermutlich eher nicht funktioniert, obwohl ich da auch nicht unbedingt sicher bin, aber das war zwecklos. Die selbst selektierten Beiträge zählten, sonst nichts.

          Ich habe eine Weile überlegt, wie der Zusammenhang sein könnte. Eine Hypothese:

          All die Influezer sind von der Persönlichkeitsstruktur ja extrovertiert (oder Steigerungsformen) veranlagt. Wozu sonst sollten sie die Öffentlichkeit suchen? (Gilt für das Schreiben von Beiträgen – z.B. diesem – in Foren natürlich auch …). Die Suche nach Anerkennung ist dann nicht viel anders als die gleiche Suche der Boulevardpresse nach Auflage. Egal, welcher Inhalt, der ist eigentlich sekundär, es muss ins Auge springen.

          Wahrheit ist dabei nicht wichtig, stattdessen leicht einzuprägende Schlagworte, die man in 2 Minuten-Fetzen unterbringen kann. Zur Selbstinszenierung ist jedes Mittel recht und dabei kann man natürlich lernen, was am besten zieht. Früher sprach man von der Bildung aus der „Bild“, das Blatt findet man heutzutage in modifizierter Form in den sozialen Medien wieder. Mit dem Bonus, dass wirklich jeder seine eigene „Bild“ kreieren kann.

          War jetzt ein wenig lang und vielleicht ja auch nicht richtig.

  2. Das Problem ist doch das Testregime in UK. Ich kann ja nicht einmal umsteigen ohne Test. Und das ist für mich ein No-Go. Da ist Umsteigen in anderen Ländern derzeit definitiv bequemer.

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