Lufthansa expandiert in China | Bis zu 3 mal täglich mit dem Airbus 380 nach Shanghai

China ist der wohl am schnellsten wachsende Luftfahrtmarkt der Welt. Mehr und mehr Menschen wollen in China fliegen oder Firmen machen Geschäfte in China. Der massiv steigenden Nachfrage nach Flügen wird nun auch Lufthansa gerecht und man wird ab 2020 wohl bis zu drei mal am Tag mit einem Airbus A380 nach Shanghai fliegen um so die Kapazitäten in die Wirtschaftsmetropole zu erhöhen.

Damit verstärkt Lufthansa massiv die Präsenz und Kapazitäten in Shanghai. Zwei Flüge pro Tag sollen von Frankfurt und ein Flug ab München starten, sowie ein weiterer täglicher Swiss Flug ab Zürich mit einem Airbus A340-300.

Der Flug von München nach Shanghai, sowie einer der beiden Flüge von Frankfurt nach Shanghai sind bereits mit dem Airbus A380 geplant. Der zweite Frankfurt nach Shanghai Flug steht momentan noch mit einer Boeing 747-400 im Flugplan, allerdings berichtet das Magazin Business Traveller, dass auch der zweite Frankfurt Flug auf einen Airbus A380 umgestellt werden soll. Damit bietet alleine die Lufthansa Gruppe von Europa nach Shanghai fast 1.800 Sitze pro Tag an.

Der Lufthansa Airbus A380 verfügt je über acht First Class Sitze, 78 Business Class Sitze, 56 Premium Economy Class Plätze und 371 Economy Class Sitze.

Diese 1.800 Sitze der Lufthansa Gruppe fliegen parallel zum Code Share Partner Air China, welcher ebenfalls ein mal pro Tag von Frankfurt nach Shanghai mit einem Airbus A350-900 fliegt, ebenfalls mit 306 Sitzplätzen an Bord. Diese enorme Kapazität an Sitzplätzen zwischen Deutschland und Shanghai, allein von der Star Alliance, zeigt sehr deutlich welche Bedeutung der Markt in China für die Airlines inzwischen hat.

Neben den Shanghai Flügen fliegen Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines z.B. auch noch je einen täglichen Flug nach Peking. Hier kommt auf der Strecke zwischen München und Peking übrigens auch ein Airbus A380 zum Einsatz und ab Frankfurt fliegt eine Boeing 747-400. Swiss fliegt mit einem Airbus A330-300 ab Zürich und Austrian Airlines kommt mit einer Boeing 767-300 in die chinesische Hauptstadt.

Zusätzlich fliegt auch noch der Codeshare Partner Air China mit zwei täglichen Boeing 777-300er nach Frankfurt, eine Boeing 777-300er nach München und einem Airbus A330 nach Düsseldorf, sowie Genf. Dabei ist man in den Kapazitäten vor allem durch die limitierten Streckenrechte begrenzt und mit Eröffnung des Daxing Airport in Peking, könnten hier noch weitere Flüge kommen.

Neben Shanghai und Peking fliegt die Lufthansa Gruppe auch nach Nanjing, Shenyang und Qingdao. Daneben kann man über Shanghai und Peking sehr viele Anschlussflüge innerhalb Chinas mit Air China erreichen.

Lufthansa ist mit dem Airbus A380 unglücklich

Lufthansa ist, wie so viele Airlines, mit dem Airbus A380 bei weitem nicht so glücklich wie die Passagiere des Superjumbos, welche das riesige Flugzeug wegen des Komforts schätzen. Wie die meisten Airlines auch, hat Lufthansa das Problem passende Strecken für den Airbus A380 zu finden, auf welchen man das Flugzeug wirklich dauerhaft auslasten kann.

So macht es in vielen Fällen Sinn, dass man statt mit einem Airbus A380, mit zwei kleineren Flugzeugen wie dem Airbus A350-900 fliegt, da es der Airline mehr Flexibilität gibt. Lufthansa hat sich daher entschieden sechs der 14 Airbus A380 wieder an Airbus zurückzugeben.

Gerade nach China scheint man mit dem Airbus A380 allerdings ein passendes Flugzeug zu haben, denn hier ist man in den möglichen Frequenzen stark begrenzt und die Nachfrage wächst ständig. Aktuell geht man davon aus, dass China in den kommenden zehn Jahren zum größten Luftfahrtmarkt der Welt nach Passagieren wird. Aktuell sind dies die USA.

Gerade nach China könnte der Airbus A380 in Zukunft genau das richtige Flugzeug sein. Vielleicht war man mit diesem Flugzeug auch einfach nur 20 Jahre zu früh dran.

Lufthansa expandiert in China | Frankfurtflyer Kommentar

Es ist schon extrem beeindruckend, welche Bedeutung der chinesische Markt bereits jetzt für Lufthansa hat und man kann davon ausgehen, dass sich dies in den kommenden Jahren noch einmal verstärkt. Alleine dass man mit täglichen Airbus A380 nach China fliegen will ist extrem beeindruckend.

Hinzu kommen auch noch die Flüge nach Hongkong. Diese werden zwar laut aktuellem Plan im nächsten Sommer nicht mehr mit dem Airbus A380 durchgeführt, allerdings hat Lufthansa durch die Partnerschaft mit Cathay Pacific hier auch viel Potenzial für Passagiere, welche über Hongkong nach Mainland China reisen.

Auch wenn ich schon einige Male mit Lufthansa oder Air China nach China geflogen bin, war mir bis jetzt nie bewusst, welche hohen Kapazitäten hier benötigt werden. Der Markt ist einfach riesig und wird in den kommenden Jahren sicher noch weiter wachsen.

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5 Kommentare

  1. Shanghai hat immer recht gute Verfügbarkeit in der first. Mit mehr 380 auf der Strecke hat man ja fast eine first Garantie.

  2. Aufgrund der steigenden Passagierzahlen auf wichtigen Routen frage ich mich, ob die Abgabe der A380 wirklich wegführend ist. Klar verbraucht der A380 mit seinen vier Turbinen sehr viel; aber hier könnte Airbus mit einer sparsameren Weiterentwicklung sicher noch viel rausholen. Die Diskussion gab es zwar bereits mit Emirates; ich denke, dass hier aber das letzte Wort noch nicht gesprochen ist …

    • Ist da nicht noch die Frage der überdimensionierten Tragflächen?
      Ich denke nicht, dass eine 380 gegenüber der gar nicht so viel kleineren 777 (oder auch einer künftigen 350-2000) eine Chance hat.

    • Ich denke schon, dass in dieser Sache das letzte Wort bereits gesprochen ist, leider… Airbus hat ja jahrelang – letztlich erfolglos – versucht, den A380 an den Mann bzw. an die Airline zu bringen. Jetzt planen sie für die Nach-A380-Zeit, und diese Planung kann Airbus nicht einfach wieder beliebig umstoßen. Schade, für die Passagiere ist der A380 kaum zu toppen!

  3. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass ich die Maschinen im letzten Winter nach Peking in Eco, P-Eco und Business immer als ausgebucht erlebt habe. Manchmal sogar so stark, dass man Probleme hat, kurzfristig Tickets zu bekommen bei Lufthansa oder Air China. Auch Austrian ist öfters voll ausgebucht. Von daher verwundert mich der Schritt nicht.

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