Lufthansa testet COVID 19 Schnelltests zwischen München und Hamburg

Auch acht Monate, nachdem weltweit massive Reisebeschränkungen eingeführt wurden, gibt es bisher kaum Entspannung der Lange und auch Konzepte um Reisen, insbesondere interkontinental wieder weitestgehend möglich zu machen gibt es nur wenige. Lufthansa setzt wie viele andere Airlines auch große Hoffnung auf COVID- 19 Schnelltests, mit welchen man alle Passagiere vor dem Abflug testet, um so Reise- und auch Einreisebeschränkungen zu umgehen.

Ab dem 12. November wird Lufthansa nun Tests mit COVID-19 Antigen Schnelltests bei allen Passagieren auf ausgewählten Flügen zwischen München und Hamburg starten. Hierbei sollen auf zwei der täglichen Flüge zwischen München und Hamburg alle Passagiere der entsprechenden Flüge mit den Schnelltests getestet werden. Erst nachdem ein negatives Testergebnis vorliegt, wird die Bordkarte der Passagiere für das Boarding freigeschaltet und der Gast kann fliegen.

Die Antigen Schnelltests sind für die Passagiere der Flüge kostenlos und ein Testergebnisse soll bereits 30-60 Minuten nach der Abgabe des Testes vorliegen. Entsprechend müssen die Passagiere teilweise etwas früher am Flughafen erscheinen, um den Test abzulegen, allerdings hält sich der Zeitaufwand im Vergleich zu PCR Tests in Grenzen.

Hierbei kann man die Schnelltests auch umgehen, indem man einen weniger als 48 Stunden alten negativen PCR Test vorlegt. Alternativ können sich Passagiere, welche nicht an dem freiwilligen Testprogramm teilnehmen wollen auch kostenlos auf einen anderen Flug umbuchen lassen. Die Testflüge werden aber mit 100% getesteten Passagieren stattfinden.

Erster Testflug mit 100 Prozent negativ getesteten Fluggästen ist LH2058, der München um 9.10 Uhr Richtung Hamburg verlässt. Der zweite tägliche Flug, auf dem alle Gäste getestet werden, ist LH2059 von Hamburg nach München.

Ein vergleichbares Testprogramm von Antigen Schnelltests führt aktuell Austrian Airlines auf einem Flug von Wien nach Berlin durch, allerdings nur auf dem Flug ab Wien und nicht auf dem Rückflug.

Die Hoffnung von Lufhthansa ist es, dass man mit diesen Tests wieder mehr Vertrauen in die Luftfahrt schaffen kann und auch die Behörden davon überzeugen kann, dass man ein sehr geringes Risiko bei der Verbreitung des Corona Virus darstellt.

Christina Foerster, Vorstand Lufthansa Group Customer, IT & Corporate Responsibility:

Mit unserer Teststrategie verfolgen wir das Ziel, durch die gewonnenen Daten wichtige Erkenntnisse im Umgang mit Schnelltests zu sammeln. Erfolgreiches Testen ganzer Flüge kann der Schlüssel zum Wiederbeleben des internationalen Flugverkehrs werden.

Insbesondere wenn man durch Tests die weltweit noch sehr umfassenden Einreisebeschränkungen umgehen könnte, wäre dies ein sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Auch andere Airlines wie United Airlines und Emirates haben schon ähnliche Tests angekündigt oder durchgeführt.

Antigen Schnelltests sollten nicht mit Antikörper Tests oder den gängigen PCR Tests verwechselt werden. Während Antikörper Tests nach Antikörpern auf das Virus suchen und somit vor allem eine akute Infektion oder eine vergangen Infektion nachweisen können, suchen PCR Tests, welche als Goldstandard gelten, direkt nach dem Virus auf den Schleimhäuten.

Der Antigen Schnelltest sucht nach dem Eiweißmolekül des Virus und kann dieses Ergebnis in einem Testverfahren ähnlich zu einem Schwangerschaftstest sehr schnell liefern. Dabei ist der Antigen Test sehr zuverlässig in Bezug auf die Ermittlung von infektiösen Personen, allerdings gilt er als weniger geeignet um asymptomatische Personen ohne Symptome auf das Virus zu testen. Hierbei geht man allerdings aktuell davon aus, dass von dieser Gruppe ein generell sehr niedriges Infektionsrisiko ausgeht.

Lufthansa testet COVID 19 Schnelltests zwischen München und Hamburg | Frankfurtflyer Kommentar

Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse der Testläufe von Austrian Airlines und auch von Lufthansa und hoffe sehr, dass diese die Luftfahrt wieder beleben können. Für die Branche wäre es existentiell, dass man hierdurch wieder mehr Vertrauen in die Sicherheit des Fliegens aufbaut und insbesondere auch Einreisebeschränkungen verringert.

Ich bin gespannt, ob es neben diesen Tests noch weitere Testläufe gibt, denn Lufthansa hat nach eigenen Aussagen 250.000 Schnelltests beschafft. Man sprach auch schon länger davon, dass man auf einigen Langstrecken, besonders in Richtung USA, Tests starten will.

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3 Kommentare

  1. Ich fühle mich diskriminiert, denn wenn das Schule macht, werde ich ohne diesen Test kein Flugzeug mehr betreten können. Ich will als gesünder Mensch nicht dauernd irgendwelche schwachsinnigen Tests machen, um Reisen zu können. Wenn ich krank bin, kann ich sowieso nicht reisen.
    Ich sehe weiterhin die Gefahr, Geld zu verlieren, wenn ich günstige Tickets buche, die nicht kostenlos stornierbar oder umbuchbar sind und ein solcher Test meine Reise verhindert.
    Das ganze soll ja mal flächendeckend greifen, sonst würde man das nicht ausprobieren.

  2. Warum dann noch Maske? Ich darf nicht mit wenn der Test positiv ist, aber muss eine Maske tragen wenn der Test negativ ist? Das macht keinen Sinn.

    Ist natürlich toll bei nachgewiesenen 96% falsch positiv, vermutlich sogar vorsätzlich falsch positiv damit man die Zahlen schön nach oben treiben kann. Man präsentiert ja auch immer Corona-Tote unter Angabe der Mortalität statt Letalität zu Zwecken linkspopulistischer Hetze. Und man rechnet ja bekanntlich die Testgruppe die einen extrem starken Bias hat vorsätzlich auf die Einwohner hoch um die Zahlen nach oben zu treiben.

    Politiker lieben „Pandemien“ da sie die Demokratie umgehen können und sich einmal wie ein großer Führer fühlen können. Besonders ausgeprägt ist dieses Gen in der linksextremen Ecke. Man sehe sich Merkel an.

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