Malta öffnet ab Juli wieder vollständig für Touristen

Der kleine Inselstaat Malta gehört zu den Ländern in Europa, welche auf den Tourismus angewiesen sind, denn dieser stellt einen nicht unbedeutenden Teil der Wirtschaftsleistung des Landes dar. Daher war Malta auch während der Pandemie schon bemüht, Reisen in das Land zu ermöglichen. Nun hat man einen Plan vorgestellt, mit welchem man bis Juli wieder vollständig für Touristen geöffnet sein will.

Hierfür hat man zum einen ein Finanzpaket für die gesamte Reiseindustrie in Malta geschaffen, um diese auch auf die Touristen vorzubereiten. Eine wirklich bedeutende Rolle wird aber der EU Green Pass spielen, mit welchem man in der EU diesen Sommer versuchen will die vollständige Freizügigkeit wieder herzustellen.

Der neue Tourismusminister Clayton Bartolo skizzierte in einer Pressekonferenz Maltas Recovery-Plan für den Tourismus. Mit dem Neustart Paket für die touristische Industrie in Höhe von 20 Millionen Euro will man Unterstützung für den Sport- und Tauchtourismus, für EFL-Sprachschulen, für Sehenswürdigkeiten, Langzeittourismus und MICE sowie Unterstützung für Reiseveranstalter bieten. Außerdem ist ein Reservefonds für Veranstaltungen und Festivals im Gespräch, über die sich das Tourismusministerium mit den Gesundheitsbehörden abstimmt.

Zusätzlich setzt man besonders auf den Green Pass der EU, mit welchem man einheitlich eine Impfung gegen COVID-19 nachweisen und so ungehindert Malta bereisen kann. Neben einer Impfung wird man aber auch einen negativen PCR Test und eine überstandene Infektion nachweisen können und hierdurch die selben Freiheiten erhalten.

Als nationale Airline von Malta, kommentiert Air Malta besonders diesen Vorstoß:

Air Malta begrüßt den Vorschlag der EU-Kommission des digitalen grünen Nachweises. Das Zertifikat bietet verschiedene Vorteile, da Reisende, die geimpft sind, von eventuell geltenden Reisebeschränkungen befreit werden können, und trägt unserer Überzeugung Rechnung, dass Impfungen nicht zwingend erforderlich sein sollten, um zu reisen.

Europa braucht einen klaren Weg aus dieser Pandemie, die der Reiseindustrie so viel Leid zugefügt hat, insbesondere für Staaten wie Malta, die stark vom Tourismus abhängig sind. Wir brauchen gemeinsame Lösungen, effektive und sichere Maßnahmen für alle Reisenden und internationale Verfahren, die vollständig koordiniert und aufeinander abgestimmt sind.

Bis Juli wird dann auch das Flugangebot nach Malta wieder hochgefahren und Airlines wie Air Malta, Lufthansa, Swiss, Eurowings und Ryanair werden alle wieder von Deutschland, Österreich und der Schweiz auf die Mittelmeerinsel fliegen. Das Angebot an Flügen soll auf etwa 70 Prozent des Angebotes von 2019 liegen.

Parallel will Malta diese weitreichende Öffnung auch mit einer sehr gut laufenden Impfkampange unterstützen und bis Juli will man die Bevölkerung auch weitestgehend durchgeimpft haben. So ist man schon jetzt Europameister beim Impfen und bereits Ende März hatten über 25 Prozent der Bevölkerung bereits ihre erste Impfdosis erhalten und schon rund 52.000 Einwohner oder rund 10,36 Prozent genießen den vollen Impfschutz dank zügiger zweiter Impfung. Hierbei hilft Malta natürlich auch, dass man eines der kleinsten Länder in Europa ist.

Malta öffnet ab Juli wieder vollständig für Touristen | Frankfurtflyer Kommentar

Immer mehr Länder beginnen sich für dieses Jahr auf eine wirkliche Wiedereröffnung des Tourismus vorzubereiten. Vermutlich werden wir auch noch weitere Urlaubsländer sehen, welche ähnliche Konzepte vorstellen werden und vermutlich wird in Europa wirklich der Green Pass eine entscheidende Rolle spielen.

Auch wenn es aktuell noch nicht direkt so aussieht, bis in den Sommer könnten wir in Europa wirklich so weit sein, dass man wieder recht unbeschwert in viele Ländern reisen kann.

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4 Kommentare

  1. „Europameister“ ist Malta nicht.
    Das ist Grossbritannien.
    Oder Gibraltar, sofern man es als eigenständige Einheit zählt.
    Auch der Vatikanstaat und Serbien liegen vor Malta.

      • In Malta wird alles verimpft, was da ist, da werden keine Millionen von 2. Impfungen auf Halde gelegt, falls nichts mehr kommt, darf es ja nicht passieren, dass zwei menschen 80-85% Schutz haben, sondern einer muss die vollen 95% haben.

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