Miles&More macht Prämienflüge teurer

Eigentlich hätte man es kommen sehen müssen, denn kaum ein Meilenprogramm hat die Prämientabelle so lange unangetastet gelassen, wie Miles&More. Trotzdem trifft es viele Vielflieger und Meilensammler nun sicher, denn Miles&More macht Prämienflüge teurer und entwertet damit das Programm. Die Meilenwerte für Prämienflüge werden im Miles&More Programm im Schnitt um etwa 4% bis 7% in der First- und Business Class ansteigen, was eine sehr moderate Entwertung der Meilenwerte bei Miles&More sind.

Wir haben uns die neue Meilentabelle schon angeschaut und die neuen Werte werden für Buchungen ab dem 9.Mai 2019 gelten. Davor könnt Ihr Eure Miles&More Meilen noch zum alten, aktuellen Meilenwert einlösen.

Miles&More macht Prämienflüge teurer | Details

Die Erhöhung der Meilenwerte für Prämienflüge bei Miles&More sind recht moderat, sie liegt bei 5.000 bis 12.000 Meilen und betrifft ausschließlich die First- und Business Class. Prämienflüge in der Economy Class und Premium Economy Class  bleiben unangetastet.

Hier einmal die Veränderungen der Meilenwerte für Hin- und Rückflüge ab Europa:

Innerhalb Europas:

  • Business Class 50.000 Meilen (unverändert)
    • Business Class Inland: 40.000 Meilen (unverändert)

Nordamerika:

  • Business Class: 112.000 Meilen statt 105.000 Meilen (+7.000 Meilen)
  • First Class: 182.000 Meilen statt 170.000 Meilen (+12.000 Meilen)

Hawaii:

  • Business Class: 192.000 Meilen statt 185.000 Meilen (+7.000 Meilen)
  • First Class: : 302.000 Meilen statt 290.000 Meilen (+12.000 Meilen)

Mittelamerika & Karibik:

  • Business Class: 127.000 Meilen statt 120.000 Meilen (+7.000 Meilen)
  • First Class: 202.000 Meilen statt 190.000 Meilen (+12.000 Meilen)

Südamerika:

  • Business Class: 142.000 Meilen satt 135.000 Meilen (+7.000 Meilen)
  • First Class: 222.000 Meilen statt 210.000 Meilen (+12.000 Meilen)

Nahost/ Nord- & Zentralafrika:

  • Business Class: 70.000 Meilen (unverändert)
  • First Class: 130.000 Meilen statt 120.000 Meilen (+10.000 Meilen)

Südliches Afrika:

  • Business Class: 112.000 Meilen statt 105.000 Meilen (+7.000 Meilen)
  • First Class: 182.000 Meilen statt 170.000 Meilen (+12.000 Meilen)

Indien:

  • Business Class: 112.000 Meilen statt 105.000 Meilen (+7.000 Meilen)
  • First Class: 182.000 Meilen statt 170.000 Meilen (+12.000 Meilen)

Südost- und Fernost Asien:

  • Business Class: 142.000 Meilen satt 135.000 Meilen (+7.000 Meilen)
  • First Class: 222.000 Meilen statt 210.000 Meilen (+12.000 Meilen)

Australien, Neuseeland & Ozeanien:

  • Business Class: 192.000 Meilen statt 185.000 Meilen (+7.000Meilen)
  • First Class: 302.000 Meilen statt 290.000 Meilen (+12.000 Meilen)

Interessante sind die Anpassungen bei den Sonderprämien, wie dem 3-Zonen Award und den Round the World Tickets.

3- Zonen Award

  • Business Class: 195.000 Meilen statt 185.000 Meilen (+10.000 Meilen)
  • First Class 310.000 Meilen statt 290.000 Meilen (+20.000 Meilen)

Round The World Ticket

  • Business Class: 335.000 Meilen statt 325.000 Meilen (+10.000 Meilen)
  • First Class: 500.000 Meilen statt 480.000 Meilen (+20.000 Meilen)

Besonders interessant sind die veränderten Meilenwerte des 3-Zonen Awards im Hinblick auf Flüge nach Australien oder Hawaii. Heir benötigt man grundsätzlich einen 3-Zonen Award, da es aus Europa keine Direktflüge in die jeweilige Zone gibt. Daher hatten diese Flüge auch dieselben Meilenwerte wie ein 3-Zonen Award.

Eventuell wird sich daher auch etwas an den Regeln für Awards bei Miles&More ändern, sodass man möglicherweise eine 3. Zone ohne Extrakosten berühren darf, wenn man hier keinen Stop Over einlegt? Hierzu haben wir aber leider noch keine Informationen gefunden.

Miles&More macht Prämienflüge teurer | Frankfurtflyer Kommentar

Es gibt kaum ein Vielfliegerprogramm, welches so selten die Meilentabelle verändert wie Miles&More, was man grundsätzlich als positiv bewerten kann. Dies liegt allerdings auch sicher an dem Debakel von 2011, als man zum 3. Januar ohne nennenswerte Vorlaufzeit die Meilentabelle entwertet hat. Dies brachte Lufthansa und Miles&More auch einige Klagen von Vielfliegern ein, welche vor Gericht landeten.

Diesmal scheint man schlauer zu sein und kündigt die Entwertung der Prämienflugtabelle früher an. Die Entwertung ist auch tatsächlich als sehr moderat anzusehen, denn einige Vielfliegerprogramme in den USA haben ihre Prämienflüge in der First Class über Nacht um bis zu 70% verteuert. Hier sind 4%- 7% bei Miles&More im Vergleich fast schon zu verschmerzen.

Miles&More hat im Vergleich zu vielen anderen Programmen deutlich niedrigere Meilenwerte für Prämienflüge. Daher habe ich eigentlich schon seit einigen Jahren mit einer Anpassung der Meilentabelle bei Miles&More gerechnet. Nachdem man allerdings zum 12. März 2018 das Meilen Sammeln bei Flügen auf ein umsatzbasiertes System umgestellt hat und damit die Meilen, welche man mit Flügen sammelt deutlich reduziert wurden, ging ich davon aus, dass solch eine Entwertung noch etwas Zeit hat.

Danke für den schnelle Tipp via Instagram von unseren fliegenden Spitzenkoch Christian Steuber!

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13 Kommentare

  1. Das war zu erwarten und ist absolut im Rahmen, ich habe das für dieses Jahr erwartet, jedoch schlimmeres befürchtet.

    Übrigens:
    Nahost etc. in F sind noch 125’k, also nur plus 5’k Meilen.

  2. Es ist richtig, dass man für Prämienflüge nicht so viele Meilen benötigt, jedoch ist die Meilenausbeute leider auch nicht mehr so gut wie vor Jahren

    Ich fliege sehr viel privat, mehr als 50 Segmente pro Jahr und wenn ich die 25% Meilenausbeute sehe, zaubert mir das nicht gerade ein Lächeln ins Gesicht

  3. Servus Christoph,
    ist evtl. bekannt, ob sich auch bei den Meilenschnäppchen etwas tut, bzw. angepasst-/erhöht wird?
    Dank!
    LG
    Hermi

    • LH hat verkündet, dass sie gleich bleiben sollen. Dann hoffen wir mal, dass sie es sich nicht anders überlegen.

      Dann wäre die besten Einlösungen nicht sonderlich betroffen. Bei LH lohnt sich eigentlich sowieso nur Meilenschnäppchen Business und exotische Einlösungen, finde ich.

  4. Hallo zusammen

    Hätte schlimmer kommen können.
    Da ich für Ende Juni einen One-Way-Award Hawaii-Asien-Europa gebucht habt, eine (möglicherweise) dämliche Frage:
    Zählen Umbuchungen NACH dem 9.5. zu bestehenden Buchungen VOR dem 9.5. mit den neuen Werten? Möchte den 11h-Flug ab Hawaii mit der Rutsche in Asiana’s altem A330 vermeiden. Jedoch schalten ANA und United ihre Restplätze in Business erst 1-2 Wochen vor Abflug frei.

    Liebe Grüsse
    Oliver

  5. Ich habe im September oder Oktober einen RIO-FRA Business Flug für 87,500 Meilen mit meinem United Mileage Plus Konto gebucht. Unglaublich, aber Miles and More fast doppelt so teuer.

  6. Nahost/ Nord- & Zentralafrika:

    Business Class: 70.000 Meilen (unverändert)
    First Class: 130.000 Meilen statt 120.000 Meilen (+10.000 Meilen)

    Ich kann kein First-Ziel finden, das derzeit 120’k Meilen return erfordert.
    Wohin soll das denn gehen?

  7. Da muss man meiner Meinung nach schon sehr abgehärtet sein um eine 4%- 7% Preiserhöhung bei einem Produkt wo sehr viele die Meilen hier in der Schweiz, mangels ausreichender Alternativen indirekt käuflich erworben haben, als moderat zu empfinden. Ich finde das ist eher als unverschämt zu bezeichnen. Das Argument das andere ja schlimmer seien ist geradezu lächerlich wenn man dies Mal in einen anderen Kontext setzt.

    • Hallo Christoph

      Natürlich ist es ärgerlich, aber wenn man bedenkt, dass die Meilenwerte seit 2012 nicht verändert hat und damit die durchschnittliche Erhöhung bei unter einem Prozent pro Jahr liegt, ist dies unter der Inflationsquote und damit eigentlich erstmal O.K.

      Das Miles&More auch auf der earning Seite verschlechtert hat, steht auf einem anderen Blatt, aber im Verhältnis ist M&M immer noch besser, als einige andere Vielfliegerprogramme.

      LG
      Christoph

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