Review: Air China Business Class in der Boeing 777-300 ER von Frankfurt nach Peking

Dank eines einwöchigen Trips nach HongKong hatte ich nun endlich die Chance auf dem Flug von Frankfurt nach Peking die Air China Business Class in der Boeing 777-300 ER zu erleben. Bisher kam auf all meinen Flügen mit Air China immer der Airbus A330-300 zum Einsatz. Meine Erfahrungen der knapp über neun Stunden in der Business Class in der 777 würde ich gerne in dieser Review mit Euch teilen.

Air China Business Class in der Boeing 777-300 ER | Check-In und Boarding.

Der Flug von Frankfurt nach Peking sollte kurz vor 14:00 Uhr starten. Grundsätzlich beginnt für mich ein Urlaub bereits am Flughafen. Hierbei versuche ich möglichst früh am Abflughafen zu sein um mich bereits in der Lounge auf den Urlaub einzustimmen. Der Check-In von Air China befindet sich im Terminal 1 und öffnete bereits gegen 10:30 Uhr.

Der Flug startete von Gate B42, was in unmittelbarere Nähe zur Lufthansa Business Lounge B 44 liegt. Daher war mein Weg zum Gate recht kurz und das Boarding war gut strukturiert und unkompliziert da es zwei Schlangen für das Boarding gab: First und Business Class sowie eine Schlange für die Gäste der Economy Class.

Air China Business Class in der Boeing 777-300 ER | Layout

Die 777-300 ER von Air China verfügt über eine First Class, Business Class sowie eine Economy Class. Air China verbaut in Ihrer Boeing 777 300 ER 8 Sitzplätze in der First Class sowie 42 Sitzplätze in der Business Class, welche die Reihen 11 – 17 darstellen und in einer 2 – 2 – 2 Konfiguration angeordnet sind.

Die Economy Class ist mit 261 Plätzen in einer 3-3-3 Anordnung verbaut.

Air China Economy Class Boeing 747-8

Tim konnte die Air China First Class in der Boeing 747-8 bereits testen. Der Sitz ist mit dem in der Boeing 777 allerdings identisch.

Air China Business Class in der Boeing 777-300 ER – Der Sitz

Der Flug war mäßig ausgelastet nichtsdestotrotz bevorzuge ich in der Business Class den Sitz am Gang um es zu vermeiden über meinen schlafenden Sitznachbarn klettern zu müssen.

Ich habe daher bereits im Check-In de Sitz 17C gewählt. Die Sitze sind leicht zum Fenster gedreht angeordnet. Natürlich lassen sich diese auch flach stellen und in ein Bett verwandeln. Zwischen den Sitzen befindet sich eine kleine Trennwand, die vor allem in der flachen Position für Privatsphäre sorgt. Die Armlehne lässt sich außerdem nach unten schieben, sodass der Sitz an der Schulter etwas breiter ist.

Neben den Monitoren, die sich leider nicht verstellen lassen, gibt es noch zwei USB Anschlüsse zum Laden von Handy und Co. Unterhalb des Bildschirms findet man noch eine Ablagefläche für Laptop, Bücher oder Zeitungen. Am Platz wartete bereits ein dickes Kissen, ein Amenity Kit aus dem Hause L’Occitane sowie Slippers.

Zwischen den Sitzen befindet sich eine Ablagefläche sowie die Controller für die Sitzeinstellungen. Unterhalb der Armlehne ist ein Staufach für Zeitungen sowie der Controller für das Entertainment System. Schräg hinter den Sitzen befindet sich eine Ablagefläche sowie eine Steckdose mit dem Anschluss für die Kopfhörer.

Air China Business Class in der Boeing 777-300 ER – Catering und Service

Direkt nach dem Einsteigen begrüßte mich eine freundliche Flugbegleiterin auf Englisch und führte mich zu meinem Platz. Nachdem ich es mir bequem gemacht hatte wurde mir direkt ein Champagner und ein warmes Tuch angeboten um mich frisch zu machen. Anschließend wurde die Speisekarten überreicht und weitere Getränke angeboten.

Nachdem wir gestartet waren, wurde mein Esstisch ausgefahren und vorbereitet, sowie direkt eine Schale mit Nüssen gereicht. Kurz darauf wurde ein Pastete auf Toast als Amuse Bouche gereicht.

Beim Menü konnte man zwischen einem westlichen und einem asiatischem Menü wählen. Im Falle von Air China habe ich mit beiden Menüs bereits meine Erfahrungen gemacht. Grundsätzlich tendiere ich aber immer zum Menü der regionalen Herkunft der Airline und fahre hiermit stets sehr gut.

Als Vorspeise hatte ich einen Garnelensalat mit Orange und Brot. Den Salat empfand ich als sehr lecker und gelungen. Als Hauptgang gab es ein asiatisches Rindfleischgericht mit Reis, welches ebenfalls meine Erwartungen nicht enttäuschte.

Als Dessert wählte ich eine Früchteplatte sowie einen Mango-Passionsfruchtkuchen. Auf Nachfrage erhielt ich zudem noch ein Schokoladeneis. Der letzte Gang war ebenfalls sehr gut. Insgesamt hat mich das mehrgängige Menü nicht enttäuscht und alle Gänge wurden als lecker empfunden.

Neben dem mehrgängigen Mittagsmenü bietet man auch noch diverse Snacks und eine leichtes Frühstück vor der Landung an, welches ich habe ausfallen lassen um zu schlafen.

Air China Business Class in der Boeing 777-300 ER – Frankfurtflyer Kommentar

Grundsätzlich habe ich bisher nur gute Erfahrungen auf meinen Flügen mit Air China gemacht und halte die Airline insgesamt für unterbewertet, besonders wenn man die sehr guten Angebote der regelmäßig wiederkehrenden Sales in Betracht zieht. Die Preise, die regelmäßig ab Frankfurt, München und Düsseldorf angeboten werden sind unschlagbar. Außerdem gibt es einige „geheime Services“ bei Air China, die kaum einer kennt.

Die Airline bietet ein solides Bordprodukt, gepaart mit aufmerksamem und gutem Service. Nach meinen Erfahrungen, würde ich jederzeit wieder mit der Air China Business Class fliegen. Diverse Freunde und Bekannte hatten zudem bereits die Economy von Air China genutzt und waren mit dieser auch sehr zufrieden. Allen voran das sehr gute Preis-Leistungsverhältnis wurde hier stets gelobt.

Hier findet Ihr noch unsere Review der Air China Business Class in der Boeing 747-8.

Über den Autor:

„Ich bin Nico, gebürtiger Ulmer, Wahl-Frankfurter und Wunsch-Hong Konger. Beruflich bin ich im strategischen Einkauf bei einem Nahrungsmittelkonzern in Frankfurt angestellt. In meiner Freizeit versuche ich so oft und so weit zu Reisen, wie nur möglich.

Ein geringer Anteil beschränkt sich hierbei auf innerdeutsche, beziehungsweise innereuropäische Flüge. Der Großteil der Flüge geht in Richtung Asien, allem voran Hong Kong. Hierbei fliege ich vorwiegend Business Class mit Airlines der Star Alliance“

Ihr möchtet als Gastautor eine Review schreiben? Meldet Euch bei Nicole unter nicole@frankfurtflyer.de

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3 Kommentare

  1. Kann diese Erfahrung nur bestätigen, Air China wird wirklich unterschätzt.

    Erwähnt sei zudem, dass der Service und das Bordprodukt im neuen A350 nochmals deutlich besser ist. Hier wird auf der Strecke FRA-Pvg, z.B. ein richtiger Restaurantservice ohne Tablet angeboten.

  2. Hi!
    Wollte die „Geheimen“ Services zT auch nutzen auf meinem RT MUC-PEK-SIN mit Stopover in PEK. Doch hat CA bei mir maßlos versagt. Der gebuchte Chauffeur war nicht da, scheinbar hat der keine Info über den verspäteten Flug gehabt und das es eine Ewigkeit dauert bis Europäer das Transitvisum bekommen. Die Info bekam ich auch nur, weil zufällig eine Studentin neben mir am Schalter in PEK stand und freundlicherweise Englisch auf Chinesisch übersetzte. Auf Anfrage, nach anderen Möglichkeiten wurde mir ein Taxi auf eigene Kosten angeraten – da der Chauffeur Fahrer, lt Agentin, nicht wieder zum Flughafen kommen wollte ? Bzgl denn Transithotel kam auf mehrfache Anfrage, telefonisch wie auch per E-Mail, die Info, dass das Kontigent der Premiumhotels noch nicht bekannt sei und ich mich später nochmals melden solle. Das war ca 3,5 Wochen vor Abflug. Eine Woche vor Abflug fragte ich erneut an. Prompt kam die Antwort, dass ich zu spät angefragt hätte. Der Anruf verlief auch erfolglos – letztlich sitzen dort Dolmetscher, welche die engl Anfragen dem Chin. Agenten übersetzen und deren Antwort wiederum ins Englische – eine Katastrophe und ewige Warterei. Das Transithotel, welches ich dann bekam und auch für Eco Gäste vorgesehen ist, war einer der schlimmsten Absteigen, die ich je gesehen hatte.
    Meine Erfahrung mit CA im Flieger war ok, englisch mäßig, aber bemüht. Am Boden aber keine Spur eines kundenorientierten Services. Ich fliege schon etwas häufiger und bin recht geduldig, doch das war bislang die Krönung (nebst dem ohne Info gecanceltem Rückflug auf EY mit AB Ticketnr und ich am Schalter in SIN wie ein Depp da stand ?). Wahrscheinlich, weil billig und die Meilenausbeute passt, fliege ich wieder mit CA in BC bei einem günstigen Kurs, werde aber kein Stopover einlegen und nicht auf die „geheimen Services“ hoffen.
    Wäre da nicht der Preis, sind andere Carrier mit denen ich häufig MUC-SIN fliege, deutlich besser. Selbst in Eco oder Eco+ sind im Service SQ, QR, BA, LH, CX bei weitem überlegen.

    My 2cents,
    Jens

  3. Nicht zu verachten ist der Limo-Service. Kostenloser Transport mit Mercedes Limo vom oder zum Airport. Das kenne ich sonst von Hainan Airlines. Ich bin von Frankfurt nach Shanghai(144Std Stopover) und weiter nach Tokio geflogen und fliege von Busan über Peking(144Std Stopover) nach Zürich. Wieder Limo Service. Service, Betreuung inkl. Verpflegung einwandfrei für @1350€ Business. Das ist kaum zu schlagen. 5 Sterne Hainan Airlines war nicht besser. Aber alles ist subjektiv.

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