Review: American Airlines Economy Class Boeing 737-800 „Main Cabin Extra“

Nachdem mein Flug aus London in der American Airlines Business Class satte 45 Minuten zu früh in Dallas gelandet ist, hatte ich fast drei Stunden zum Umsteigen. Meistens kann man davon ausgehen, dass man an einem US Airport der Größe diese Zeit auch zum Umsteigen nach einem internationalen Flug benötigt, allerdings war ich weniger als 10 Minuten nachdem ich das Flugzeug verlassen habe, Global Entry sei dank, schon in die USA eingereist und stand an der Sicherheitskontrolle an.

Mehr spaßeshalber habe ich in der American Airlines App geschaut, ob es noch einen früheren Flug nach Kansas City gibt als meinen und tatsächlich sollte in 40 Minuten ein Flug starten. Da die App keine „Same Day Flightchange“ auf diesen Flug erlaubt hat, bin ich auf gut Glück zum Gate des früheren Fluges gegangen und habe nachgefragt ob man mich mitnehmen könnte.

Nach einem kurzen Blick auf meine Bordkarte und einem Blick in den Computer, schüttelte der Gate Agent den Kopf und sagte „Ich habe nur noch Economy Class Sitze, die First Class ist voll. Sie können auf diesen Flug in der Economy Class auf einem Main Cabin Extra Gangplatz fliegen oder in zwei Stunden mit dem original Flug in der First Class.“ Nachdem der Gate Agent und ich diese Optionen gleichzeitig, mit einem „Es ist ein einstündiger Flug!“ kommentierten, wurde mir auch schon die Bordkarte für den früheren Flug gedruckt.

Und sind wir einmal ehrlich, natürlich ist ein Sitz in der First Class deutlich angenehmer, zwei Stunden früher ankommen hat aber für mich einen noch einmal deutlich höheren Mehrwert und es bricht wirklich niemandem einen Zacken aus der Krone, wenn man mal hinten sitzt, was ich übrigens deutlich öfter muss, als so manch einer glaubt.

American Airlines Economy Class Boeing 737-800 „Main Cabin Extra“ | Boarding

Schon während meinem Gespräch mit dem Gate Agent, hat ein zweiter Gate Agent mit dem Boarding für den Flug angefangen. American Airlines hat das Boarding grundsätzlich sehr gut organisiert, allerdings sind die neun Boarding Gruppen für einige Passagiere recht unübersichtlich, zumal auch noch Pre- Boradings wie Concierge Key Member, Familien mit Kindern unter 2 Jahren und Personen mit Einschränkungen davor kommen. Als American Airlines Executive Platinum, also oneworld Emerald, konnte ich mit Boarding Gruppe 2 einsteigen. Boarding Gruppe 1 sind ausschließlich die First Class Passagiere.

Gruppe 1 bis 4 sind für die Statuspassagiere und die First Class vorgesehen, während Gruppe 5 bis 9 die Economy Class Passagiere, je nach Sitzreihen sind. Besonders in den letzten Gruppen muss man damit rechnen, dass man im Flugzeug keinen Platz mehr in den Gepäckfächern findet und daher sein Handgepäck am Gate aufgeben muss.

American Airlines Economy Class Boeing 737-800 „Main Cabin Extra“ | Kabine & Sitz

Die American Airlines Economy Class in der Boeing 737-800 ist in zwei Zonen unterteilt. Dabei sind die vorderen Reihen als „Main Cabin Extra“ klassifiziert und die hinteren Reihen als „Main Cabin“.

Die Main Cabin Extra ist so etwas wie die Premium Economy Class bei American Airlines auf Kurzstrecken. Dabei sind die Sitze in der Main Cabin Extra bei American Airlines mit denen in der restlichen Economy Class grundsätzlich identisch, jedoch hat man in der Main Cabin Extra etwas mehr Sitzabstand, sowie einige zusätzlichen Services, wie frühes Boarding und kostenlose alkoholische Getränke.

Sitzabstand in der American Airlines Economy Class in der Boeing 737-800 „Main Cabin Extra“. 

Die Kabine der American Airlines Boeing 737-800 machte in der Economy Class einen sehr modernen und auch sauberen Eindruck. Die Ledersitze waren durchaus bequem und verfügten über eine verstellbare Kopfstütze.

American Airlines setzt die Boeing 737-800 auch auf recht langen Strecken innerhalb der USA ein, daher kann auch die Kabine durchaus mit einer Langstreckenbestuhlung mithalten. In jedem Sitz befand sich ein eigener Monitor, USB Anschluss und unter jeder 3er Reihe gab es auch zwei 110Volt Steckdosen.

Um die Beinfreiheit für die Passagiere noch einmal zu erhöhen, befindet sich die Literaturtasche direkt unter dem Bildschirm, wodurch der Klapptisch zweigeteilt ausgeführt werden muss. Dies hat allerdings auch den Vorteil, dass man den Tisch nur halb ausklappen kann, wenn man z.B. nur ein Getränk abstellen will.

American Airlines Economy Class Boeing 737-800 „Main Cabin Extra“ | Der Service

Der Flug nach Kansas City dauert lediglich eine knappe Stunde, daher ist der Service auch nicht besonders umfangreich auf diesem Flug. American Airlines bietet allen Passagieren einen kompletten Getränkeservice an. Hierbei sind Softdrinks, Säfte, Wasser, Kaffee und Tee für alle Passagiere kostenlos. Hierzu gibt es dann noch einen Snack wie Erdnüsse, Salzbrezeln oder kleine Kekse.

In der Economy Class müssen alkoholische Getränke, wie Bier und Wein oder auch Spirituosen extra bezahlt werden. In der Main Cabin Extra bekommt man mit dem gekauften Upgrade auch die alkoholischen Getränken beim Service kostenlos. Normalerweise kann man bei American Airlines auf längeren Inlandsflügen auch größere Snacks aus einem Bordshop kaufen. Auf dem sehr kurzen Flug hat man allerdings auf dieses Angebot verzichtet.

American Airlines Economy Class Boeing 737-800 „Main Cabin Extra“ | Frankfurtflyer Kommentar

Für einen so kurzen Flug, war die American Airlines Economy Class in der Boeing 737-800 mehr als angenehm, besonders in der Main Cabin Extra. Auch wenn es daran liegt, dass American Airlines diese Flugzeuge auch auf deutlich längeren Flügen einsetzt, aber das man auf einem ein Stunden Flug einen eigenen Monitor hat, sowie USB und 110Volt Stromanschluss, ist schon bemerkenswert.

Außer dass der Sitz etwas schaler war, hatte der Flug in der Main Cabin Extra wenige Nachteile gegenüber einem Flug in der First Class, allerdings hat mich dieser Flug zwei Stunden früher ans Ziel gebracht.


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1 Kommentar

  1. Wir haben früher auf einem einstündigen Flug von Berlin nach Frankfurt auf leinen gedeckt eine kalte Delikatessen Mahlzeit mit Mumm cordon rouge Champagner bei t. W. A. Serviert…
    Auf porzellan versteht sich.. In der first. So, wie beschrieben, ist der Service Anspruch gesunken..
    Bin ich froh, dies aktiv gestaltet zu haben..

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