Review: Lufthansa First Class im Airbus A380 von Frankfurt nach Delhi

Zu Beginn unserer Flitterwochen ging es mit Lufthansa First Class im Airbus A380 nach Delhi. Wie üblich haben wir unsere Reise im First Class Terminal in Frankfurt gestartet. Nachdem wir von der PA zum Boarding abgeholt wurden, wurden wir von einem sehr netten Fahrer zum Flugzeug an die C-Gates gefahren. Trotz leichtem Regen bot sich hier die Möglichkeit einige schnelle Fotos vom Flugzeug zu machen. Lustigerweise flogen wir mit der „Delhi“ nach Delhi. Bis zwei Tage vor dem Flug waren wir sogar komplett alleine in der First Class. Letztendlich waren wir dann zu fünft, aber das war alles andere als schlimm.

Nach einer kurzen Wartezeit im Finger konnten wir nach einer freundlichen Begrüßung seitens der Crew nach links in die First Class abbiegen. Hier wurden uns auch direkt unsere Plätze gezeigt und wir wurden mit je einem Pyjama und Amenity Kit versorgt. Unser Handgepäck wurde in Schränken verstaut und wir wurden gefragt was wir trinken möchten.

Meine persönlichen Highlights des Fluges war ein Cockpitbesuch am Boden und die Tatsache, dass mein Cousin als Crewmitglied an Board war. Es war ein lustiger Zufall. Einer unserer flugbegeisterten Hochzeitsgäste saß mit meinem Cousin am Tisch und sprach mit ihm über seine nächsten Flüge. Der Gast berichtete uns am nächsten Morgen über das nette Gespräch und sagte ganz beiläufig „Achja und am Montag fliegt er ja schon wieder nach Delhi“. Unsere Blicke könnt ihr Euch vorstellen. Wir waren total gespannt, ob es wirklich so stattfinden wird, oder ob sich unser Gast verhört hatte. Wir hatten mit meinem Cousin viel Spaß, haben uns noch ein paar Reisetipps abgeholt und bekamen ein Polaroid, von der an Board vorhandenen Polaroidkamera.

Der Cockpitbesuch war weniger Zufall, da ich proaktiv gefragt habe, ob ich am Boden ein Bild vom Cockpit machen dürfe. Zu meinem Erstaunen, begrüßten mich Kapitän und Co-Pilot (ohne das Wissen dass ein Crewmitglied mein Cousin ist) sehr herzlich und erklärten mir den Sitz mit der Bitte Platz zu nehmen. Damit hatte ich absolut nicht gerechnet. Christoph war dementsprechend neidisch. Auf das Angebot, er dürfe nach der Landung gerne vorbeischauen, wolle er nicht eingehen um die Nerven der Piloten nicht unnötig zu strapazieren :D. Die beiden sollten ja auch in ihren wohlverdienten Feierabend kommen.

Lufthansa First Class im Airbus A380 von Frankfurt nach Delhi | Die Kabine

Die First Class Kabine bestand aus 8 Sitzen, die in einer 1-2-1 Bestuhlung angeordnet waren. Ursprünglich hatten wir 1D & G gebucht, ich wollte dann aber doch lieber ans Fenster auf 1A. Da dieser Platz noch frei war, war es kein Problem. Noch im First Class Terminal wurde die Bordkarte geändert. Im A380 ist die First Kabine im Oberdeck, direkt in der Nase.

Weiter vorne waren nur noch zwei Toiletten, die eigens für die First Kabine sind und eine Treppe, die nach unten zum Cockpit und zum Hauptdeck führte. Besonders die Toiletten in der Airbus A380 First Class waren extrem beeindruckend, da sie durch ihrer Größe nicht mehr an eine Flugzeugtoilette erinnern, sondern mehr an ein kleines Badezimmer.

Die Sitze an sich waren gut gepolstert und hätten, wenn wir gewollt hätten, auch in ein gemütliches Bett umgebaut werden können. Die Sitze sind mit ausreichend Stauraum versehen und verfügten alle über einen eigenen großen Bildschirm mit Inflight Entertainment System. Am Fußende befand sich noch ein Ottomane, der sich, wie der restliche Sitz auch mit einem Controller verstellen ließ.

Die Film- und Serienauswahl war in Ordnung, wenn auch nicht ganz so gut wie z.B. bei Emirates ICE oder Singapore Airlines KrisWorld . Sehr angenehm war ein Wifi-Voucher, der uns noch am Boden ausgehändigt wurde. Mit ihm konnten wir den ganzen Flug über arbeiten und whatsappen. Christoph bekam sogar noch einen zweiten Voucher, als der Flugbegleiter sah, dass er sowohl am Laptop, als auch am Handy arbeitete spielte.

Lufthansa First Class im Airbus A380 von Frankfurt nach Delhi | Der Service

Direkt nach dem Start wurde mit dem ersten Service begonnen. Neben dem Abfragen unserer Getränkewünsche, wurde auch mit dem vorab ausgesuchten Menü begonnen. Zu Beginn wurde eine Auswahl an Backwaren gereicht, mit Butter, Olivenöl, Salz und Pfeffer. Danach ging es wie üblich mir einem Kaviargang weiter, der von einem Wagen aus durchgeführt wurde.

Im Anschluss wurden auch auf einem Servierwagen die Vorspeisen präsentiert und angeboten.

Beim Hauptgang entschied ich mich für die Dorade, Christoph aß den indischen Hauptgang. Beide Gerichte waren schön präsentiert und haben gut geschmeckt. Auf den Dessertgang habe ich verzichtet, Christoph bestellte ihn sich in erster Linie für die Fotos, geschmeckt hat er aber trotzdem ;).

Christoph hat eine etwas spezielle Beziehung zu indischem Essen und daher hat er sich vorsorglich noch die Krustentiersuppe vom Snack Menü bestellt. Auch wenn dies doch nicht nötig gewesen wäre, war sie seiner Aussage nach sehr lecker.

Zum Dessert gab es noch eine kleine Süßspeise mit Eis, sowie einen Espresso.

Danach wurden wir in regelmäßigen Abständen mit Champagner, Tee und anderen Getränken versorgt. Einen nicht ganz kleinen Teil des Fluges haben wir allerdings in einer der Bordküchen verbracht, denn wann kann man schon einmal mit seinem Cousin als Flugbegleiter fliegen.

Etwa eineinhalb Stunden vor der Landung bekam ich Hunger und bestellte mir den Burger von der Snack Karte. Hier lässt sich ausnahmsweise mal wirklich der Begriff „Food-Porn“ verwenden. Der Burger hat unglaublich gut geschmeckt. Auch Christoph, der ihn probieren durfte, war so beeindruckt, dass er sich nach dem Sushi auch einen bestellte. Als Dessert gab es für mich dann noch Karamelleis und Beeren. Christoph bevorzugte einen „flüssigen Nachtisch“ in Form eines weiteren Gin & Tonic, immerhin war die „Spirituose des Monats“ auf diesem Flug ein Gin welchen er noch nicht kannte.

Auf dem gesamten Flug war die Crew sehr herzlich und zuvorkommend. Die Getränke wurden, sobald sie leer waren, aufgefüllt und man wurde regelmäßig nach weiteren Wünschen gefragt.

Lufthansa First Class im Airbus A380 von Frankfurt nach Delhi | Frankfurtflyer Kommentar

Uns hat der Flug, wie eigentlich fast immer mit Lufthansa, sehr gut gefallen. Die zwei oben beschriebenen „Sahnehäubchen“ haben ihn sogar zu einem sehr besonderen Erlebnis gemacht. Wir schätzen an Lufthansa besonders ihre konstant gute Leistung. Natürlich gibt es auch hier unterschiedliche Erlebnisse. Aber komplette Ausfälle haben wir noch nie erlebt. Wir würden jederzeit wieder mit der Lufthansa First Class fliegen. Zum Glück sammelt Christoph immer fleißig Meilen. Als Alternative bietet Lufthansa auch immer wieder tolle Deals an.


Hier findet Ihr die anderen Teile dieses Tripreports:

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