Review: Qantas A330-200 Business Class Melbourne nach Perth

Auf einer Rundreise durch Australien bin ich diverse Male mit Qantas geflogen. Die sympathische Känguru-Airline punktet mit einem großen Streckennetz, hohen Frequenzen und einem guten Produkt in der Business Class. Selbst auf kurzen Flügen mit der Boeing 737 gibt es richtige Business-Sessel an Bord.

Auf manchen Rennstrecken setzt Qantas auch Langstreckenflugzeuge wie den Airbus 330 ein. So auch auf dem etwa 4-stündigen Flug von Melbourne nach Perth, wo auch Boeing 737 oder sogar der Dreamliner im Wechsel fliegen.

Qantas A330-200 Business Class | Buchung & Check-In

Gebucht habe ich den Flug mit Avios, der Meilenwährung von British Airways und Iberia. Für die Strecke waren lediglich 22.000 Avios nötig, hinzu kamen gerade mal 23€ an Steuern & Gebühren. Es werden zwar mehrere Optionen angeboten, diese Mischung erschien mir aber als die sinnvollste.

Der Check-In läuft in Australien meist sehr unaufgeregt ab, seit vielen Jahren sind die Passagiere dort an die Automaten gewöhnt, die auch die Gepäcklabel ausdrucken. Ich bin zum Business Class Schalter, den auch Statuskunden mit Economy-Ticket nutzen können. Dort wurde ich freundlich eingecheckt und auf die Qantas Business Lounge hingewiesen, die sich gleich nach der Sicherheitskontrolle befindet.

Auf Inlandsflügen sind in Australien übrigens die Beschränkungen für Flüssigkeiten ausgenommen. Auch bei der Sicherheitskontrolle gibt es für Business Class Gäste und oneworld-Statuskunden eine eigene Kontrollspur.

Qantas A330-200 Business Class | Boarding & Kabine

Der Einsteigevorgang ging pünktlich los, das Boarding wurde nach Gruppen ausgerufen. Gäste in Business Class konnten zu jeder Zeit einsteigen, dafür gab es am Gate auch eine eigene Abtrennung. Im Jetway werden bei Qantas immer Kopfhörer zur Mitnahme angeboten, eine gute Idee die die Crew an Bord entlastet und Ressourcen schont. Insbesondere wenn man bereits einen solchen Kopfhörer hat oder den eigenen verwenden möchte.

Das Boarding verlief durch die beiden Fluggastbrücken zügig und die Flugbegleiter begrüßten uns gut gelaunt. Die meisten der Crew flogen an diesem Tag von Perth nach Melbourne und wieder zurück. Ein langer Arbeitstag der der Stimmung an Bord überhaupt nicht geschadet hat!

Die Sitzanordnung ist 1-2-1 und jeder Gast hat somit direkten Zugang zum Gang. Diese Anordnung findet man inzwischen auf den meisten Langstreckenflugzeugen der Airline, die neue Kabine wird zur Zeit auch sukzessive auf dem Airbus 380 eingebaut.

Der Sitz bietet viele Ablagemöglichkeiten und ein großzügiges Raumgefühl. In der Mitte ist man als Paar nicht ganz nah zusammen, ein Teil der Trennwand ist fest und lässt sich auch nicht vollständig entfernen. Dafür können Alleinreisende getrost einen Platz im Mittelblock wählen ohne auf ausreichend Privatsphäre verzichten zu müssen.

Man kann den Sitz in ein flaches Bett verwandeln. Um auch in dieser Position bequem fernsehen zu können, lässt sich der Monitor nach unten kippen. Neben Steckdose und USB-Anschluss gibt es auch einen Do-not-disturb-Knopf und indirekte Mood-Beleuchtung. Insgesamt ein Sitz auf dem sich auch die erheblich längeren Distanzen nach Singapur und Hong Kong aushalten lassen die mit dem A330 geflogen werden. Das IFE Angebot konnte ich gar nicht ausführlich durchsehen, es war prall gefüllt mit Filmen, Serien, Musik und Spielen. Der Zugang zum Internet wurde sogar kostenlos angeboten!

Qantas A330-200 Business Class | Service & Catering

Noch am Boden wurden Saft und Wasser als Willkommensgetränk angeboten. Nach dem Start wurde das Essen abgefragt, es gab vier verschiedene warme Hauptgänge zur Auswahl. Neben heißen Tüchern wurden anschließend Nüsse und Getränke serviert. Letztere waren nicht in der Speisekarte aufgeführt, die Crew hat aber geduldig das Sortiment erklärt und sogar Weinproben veranstaltet. Neben Softdrinks gab es verschiedene Weine aus Australien und Neuseeland sowie Spirituosen. Champagner wird nur auf internationalen Routen ausgeschenkt, alternativ wird Sekt aus Australien serviert.

Als Vorspeise gab es Thunfisch oder eine kleine Portion der Suppe die auch als Hauptgang serviert wurde. Dazu wurde Brot gereicht und die Gläser aufgefüllt, wir wurden währenddessen namentlich angesprochen und es gab viel Smalltalk. Das Catering war geschmacklich gut und für die Flugzeit absolut ausreichend. Der Burger hat mich zwar nicht vom Hocker gerissen, ich fand es aber eine gute Abwechslung an Bord. Das Kotelette meines Reisepartners war dafür ein absoluter Volltreffer! Käse und Desserts wurden gesondert von einem Wagen gereicht, zum Abschluß wurden Port- und ein Dessertwein angeboten.

 

Für den restlichen Flug habe ich ich es mir auf dem Sitz gemütlich gemacht ohne die Bettfunktion zu nutzen. Nach einigen Whats app’s und einer weiteren Unterhaltung mit den Flugbegleitern wurden schon die Anschnallzeichen eingeschaltet und die Kabine zur Landung vorbereitet. Ein wirklich kurzweiliges und schönes Flugerlebnis ging zu Ende.

 

 

 

 

 

Qantas A330-200 Business Class | Frankfurtflyer Kommentar

Qantas bot mir auf der Reise durch Australien ein durchgehend gutes Produkt auf der gesamten Reisekette an. Vom Check-In über die Lounge bis hin zum Borderlebnis lief alles ausnahmslos angenehm und gut ab.

Auf dem Flug von Melbourne nach Perth hat die Crew mit guter Stimmung und vielen angenehmen Unterhaltungen zusätzlich gepunktet. Der Sitz und das Catering sind mehr als ausreichend für den verhältnismäßig kurzen Flug, das kostenfreie Internet verdient zusätzlich Lob! Lediglich für gemeinsam reisende Paare ist die Trennwand im Mittelblock auf Dauer störend.

 

Auf diesem Trip bin ich mit Etihad nach Australien geflogen und habe im Vorfeld die Etihad Lounge in Paris besucht. In Australien war ich von dem Erlebnis der Business Class auf Kurzstrecke von Qantas begeistert. Dort konnte ich unter anderem deren Lounge in Melbourne besuchen und mit einem A330 nach Perth fliegen. In Perth habe ich die Lounges von Air New Zealand und von Singapore Airlines besucht. Mit deren B787-10 bin ich zunächst nach Singapur und mit einer B777 weiter nach Frankfurt geflogen, wo ich noch einen Stopp im Hilton Frankfurt Airport eingelegt habe.

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