SAS schafft Maskenpflicht ab

Im März 2020 ging es dann plötzlich ganz schnell und spätestens ab April 2020 gab es bei ausnahmslos jeder nennenswerten Airline auf der Welt die Maskenpflicht an Bord der Flugzeuge. Auch wenn sich fast alle Passagiere inzwischen an das Tragen der Mund- Nasenbedeckung gewöhnt haben, wirklich angenehm ist sie besonders auf Langstreckenflügen nicht immer.

Als erste internationale Airline wird SAS aus Skandinavien nun damit beginnen, die Maskenpflicht schrittweise aufzuheben. So gilt die Verpflichtung zum Tragen einer Maske ab Montag den 18. Oktober nicht mehr auf SAS Flügen innerhalb Schwedens, sowie auf Flügen nach und innerhalb Norwegen und Dänemark. Passagieren ist es auf diesen Flügen dann freigestellt, ob sie ein Maske tragen wollen oder nicht.

SAS begründet diesen Schritt damit, dass man den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden vor Ort folgen würde, welche das Tragen von Schutzmasken nicht mehr allgemein empfehlen oder es wie im Fall von Schweden sogar nie vorgeschrieben haben. So gab es im „Schwedischen Sonderweg“ nie eine allgemeine Maskenpflicht und auch in Dänemark wurden inzwischen, aufgrund der hohen Impfquote, alle Corona Beschränkungen inklusive der Maskenpflicht aufgehoben.

Auf allen andere Flügen von SAS, welche über die Grenzen von Schweden, Dänemark und Norwegen hinaus gehen, gilt allerdings weiterhin die Maskenpflicht, nicht zuletzt, da sie vielerorts auch nicht nur von den Airlines vorgeschrieben wird, sondern vor allem auch von den Behörden.

Fliegen mit Maske, wie schlimm ist es wirklich?

 

Ansteckungen im Flugzeug sind äußerst unwahrscheinlich und in der Pandemie konnten nur wenige Fälle überhaupt dokumentiert werden. Dies liegt an den hoch effizienten Klimaanlagen mit HEPA im Flugzeug, welche die komplette Kabinenluft alle 2 bis 3 Minuten komplett austauschen und einen Luftfluss von oben nach unten produzieren.

Hierdurch bilden sich in einem Flugzeug keine Aerosol-Wolken, welche sich sonst in geschlossenen Räumen aufbauen und eine Übertragung des Virus sehr effizient machen können. Die Kabine eines Passagierflugzeuges ist daher einer der sichersten Orte, trotz der vielen zusammen sitzenden Passagiere, nicht nur in Bezug auf die Pandemie und nicht mit Zügen, Bussen oder Büros zu vergleichen.

SAS schafft Maskenpflicht ab | Frankfurtflyer Kommentar

SAS ist die erste große Airline, welche die Maskenpflicht auf einigen Flügen komplett abschafft und allen Passagieren frei stellt, ob sie die Maske tragen wollen oder nicht. Die Erfahrungen, welche die Airline mit diesem Konzept sammeln wird, wird sicherlich sehr interessiert in der gesamten Branche beobachtet.

Dabei gab es schon vereinzelte Lockerungen in der Maskenpflicht. So müssen bei Cathay Pacific und Qatar Airways die Passagiere zumindest beim Schlafen in der Business Class keine Maske mehr tragen. Hier geht man durch die Sitze und den Abstand, in Verbindung mit der Klimaanlage von ausreichend Vorsichtsmaßnahmen aus, zumal alle Passagiere bei diesen Airlines auf das Coronavirus getestet sind.

Aeroflot hat in den Flugzeugen eine maskenfreie Zone eingerichtet, nicht etwa weil man es den Passagieren frei stellen will ob sie eine Maske tragen oder nicht, sondern weil es bei der russischen Airline eine zu große Zahl von Maskenverweigerern gab, welche im Flug dann in die letzten Reihen verbannt werden.

In den USA gibt es dagegen nach wie vor sehr strikte Regeln. So kommen Maskenverweigerer auf eine no fly Liste der Airline und es drohen auch empfindliche Strafen. Inzwischen ist es sogar ein Bundesvergehen, denn in den USA gibt es eine landesweite Maskenpflicht im Flugzeug, womit diese Regelung inzwischen Gesetz und nicht mehr eine Richtlinie der Airlines ist.

Danke: OMAAT

Das könnte Euch auch interessieren

3 Kommentare

  1. und ich empfinde den Zusatznutzen der Diskussion über die geografische Zugehörigkeit von Ländern und Airlines zu Regionen auch als gering 😉

    • Die Diskussion über Zugehörigkeit von Airlines und/oder Ländern ist berechtigt, denn der OP möchte hier vermitteln „die machen alles richtig“ – in Skandinavien sind die Dinge aber eben grundsätzlich anders (Vertrauenskultur) als in Mitteleuropa (Diskussions und Regelkultur) oder Südeuropa (Kontrollkultur mit gleichzeitiger „Arschlecken tra-la-la“ Einstellung…

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*